EU-Agrarpolitik: Wechsel von Preis- zur Einkommens-Förderung

CEPS präsentiert in der Wirtschaftskammer Österreich seine Vorschläge zur CAP(Common Agricultural Policy)-Reform

Wien (PWK) - Eine hochrangige Expertengruppe setzte sich im Center for European Policy Studies (CEPS) ausführlich mit der Reform der Europäischen Landwirtschaftspolitik auseinander und präsentierte ihre Empfehlungen und Schlußfolgerungen kürzlich in dem Bericht "European Agricultural Policy: Between Reform and Enlargement". Als eines der wichtigsten Reform-Elemente führte Aart de Zeeuw, Vorsitzender der CEPS-Arbeitsgruppe bei der Präsentation des Berichtes im Haus der Wirtschaft am Montag, dem 30. Juni, den kontinuierlichen Übergang von einer Preis- zu einer Einkommens-Förderung bei Europas Landwirtschaft an. ****

Die CAP-Reform von 1992 öffnete die Tore für niedrigere Agrarpreis-Förderungen, die durch kompensatorische Zahlungen aufgewogen werden. Die Arbeitsgruppe sei der Meinung, daß dieser Weg der richtige ist und weiter fortgesetzt werden sollte. "Während für die Preis-Abstriche eine volle Kompensation - nicht nur aus budgetärer Hinsicht - sehr schwierig erscheint, werden zeitlich degressive Zahlungen kompensatorischer Natur die Effizienz steigern und der Landwirtschaft helfen, sich an das neue, kompetitivere Umfeld anzupassen", erklärte Aart de Zeeuw.

Unter anderem wurde von der Arbeitsgruppe auch besonders die allgemeine Stoßrichtung der 'Cork Declaration' bezüglich ruraler Entwicklung unterstrichen, in der die Landwirte zunehmend ermutigt werden ihre Akitivitäten zu diversifizieren und - zusammen mit dem Rest der ländlichen Bevölkerung - "rurale Unternehmer" zu werden. Während die Möglichkeiten der Diversifizierung von Region zu Region unterschiedlich sind, sollten die Mittel mit denen der Landwirtschaft unter die Arme gegriffen wird, um ihre rurale Rolle als Teil der generellen Entwicklungsziele ihrer Region weiterzuentwickeln, auf der Erreichung sozialer und wirtschaftlicher Ziele basieren.

Einige rurale Gebiete seien von Natur aus benachteiligt und werden auch nach der Restrukturierung nicht wettbewerbsfähig sein, ist Aart de Zeeuw überzeugt. "Soziale, kulturelle, Beschäftigungs- und Umwelt-Vorteile, die durch die Landwirtschaft in diesen Gebieten geschaffen werden, rechtfertigen jedoch die weitere Unterstützung in Form von gezielten und kosteneffizienten zusätzlichen Mitteln".

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Mag. Brigitte Bednar

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