Hostasch macht sich über Tourismus-Sorgen lustig

Hinterleitner: "Sind zutiefst bestürzt über das Unveständnis der Sozialministerin gegenüber Problemen des Gastgewerbes"

Wien (PWK) - Die Tourismuswirtschaft ist zutiefst bestürzt über das krasse Unverständnis von Sozialministerin Eleonore Hostasch gegenüber den Existenzsorgen vieler Gastwirte und Hoteliers. Es sei einfach unglaublich, daß die im Rahmen der Saisonnier-Kontingente für eine reibungslose Versorgung der Branche mit Arbeitskräften zuständige Ministerin der ohnehin unter Druck stehenden Tourismuswirtschaft nichts anderes zu bieten hat als schon ans Zynische grenzende "Aufmunterungen", gibt der Vorsteher des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm. Rat Helmut Hinterleitner, seiner Empörung Ausdruck. ****

Auf die Frage eines ORF-Journalisten "Was sagen Sie, daß ein Betrieb am Beginn der Hochsaison zusperrt, weil er kein Personal bekommt?" antwortete Hostasch in der "Schilling"-Sendung vom 26. Juni (ORF 2): "Ich kann mich nur wundern, daß der Unternehmer nicht selbst im Geschäft steht und zum Ausdruck bringt, daß er Interesse hätte, Gäste zu betreuen".

"Weiß Frau Hostasch wirklich nicht, wie die Praxis aussieht? Daß in den kleinstrukturierten Betrieben aufgrund der Ertragslage in der Regel ohnehin schon die ganze Familie mitarbeitet?", kritisiert Hinterleitner die Hostasch-Äußerung. Gerade von einer Sozialministerin habe man schon mehr Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge erwartet.

Hostasch war in dem ORF-Magazin mit der konkreten Tatsache konfrontiert worden, daß ein burgenländischer Betrieb wegen fehlender Arbeitskräfte nicht aufsperren konnte und dies die potentiellen Gästen auf einem Plakat wissen ließ: "Liebe Gäste! Wir haben wegen Arbeitskräftemangel geschlossen". Ähnliche Fälle gibt es bekanntlich, wie erst kürzlich der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, festgestellt hatte, auch in anderen Bundesländern, etwa in Tirol.

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