Stirbt die Lehrlingsausbildung im Lebensmittelgewerbe?

Bundesinnungen: die Novelle des Kinder- und Jugendlichen- Beschäftigungsgesetzes (KJBG) ist ein 'Antilehrlingspaket'

Wien (PWK) - Die Bundesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe -Bäcker, Konditoren und Fleischer - weisen darauf hin, daß durch die Novelle zum Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG), die Lehrlingsausbildung im Lebensmittelgewerbe gefährdet ist. ****

Die drei Handwerke bilden derzeit 3.120 Lehrlinge in ganz Österreich aus. Die Lehrlinge dieser Branchen haben erst vor kurzem bei nationalen und internationalen Wettbewerben ihren hohen Ausbildungsstand bewiesen.

Durch die neue Regelung, die für eine Beschäftigung am Samstag einen Ersatzruhetag vorschreibt, wird es unmöglich gemacht, die Lehrlinge am Samstag zu beschäftigen. Gerade jedoch am Samstag erwarten die Konsumenten die breite Palette des Frische-Angebotes aus Bäckerei, Konditorei und Fleischerei.

Die Lehrlinge stehen aufgrund der Novelle zum KJBG bei einem zweitägigen Berufsschulunterricht im ersten Lehrjahr den Betrieben nur mehr drei Tage in der Woche zur Verfügung. Die Ausbildungsziele können dadurch nicht mehr vermittelt werden, so die Bundesinnungsmeister.

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Robert Skoumal

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