Bundesländer Vers.: Bilanz 1996

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Ad-Hoc Mitteilung von: Bundesländer Vers.

14,2 Mrd. ATS Prämienvolumen (+0,9%), EGT 162 Mio. ATS

Das Strukturanpassungsgesetz und der sich weiter verschärfende Wettbewerb hatten entscheidenden Einfluß auf die Prämienentwicklung des Jahres 1996. Die BUNDESLÄNDER steigerte 1996 das Gesamtvolumen der verrechneten Prämien um 125,0 Mio. ATS auf insgesamt 14,2 Mrd. ATS (+ 0,9%). Davon entfallen im direkten Geschäft 6,8 Mrd. ATS (+4,7%) auf die Schaden- und Unfallversicherung, 2,9 Mrd. ATS (-11,1%) auf die Lebensversicherung und 3,1 Mrd. ATS (-1,3%) auf die Krankenversicherung. Während der Rückgang in der Krankenversicherung durch Tarifsenkungen entstand, resultiert das Minus in der Lebensversicherung aus der gezielten Zurückhaltung beim Einmalerlagsgeschäft.

Über alle Versicherungssparten der BUNDESLÄNDER erhöhten sich im Berichtsjahr die Zahlungen für Versicherungsfälle um 3,5% auf 10,1 Mrd. ATS. Von den gesamten direkten Versicherungsleistungen entfielen 1996 4,4 Mrd. ATS auf die Schaden- und Unfallversicherung (plus 132,8 Mio. ATS), 2,5 Mrd. ATS auf die Krankenversicherung (minus 73,8 Mio. ATS) und 2,7 Mrd. ATS (minus 19,1 Mio. ATS) auf die Lebensversicherung. Aus mehr als drei Millionen direkt verwalteten Versicherungsverträgen resultieren 1996 nicht weniger als 543.428 Schaden- und Leistungsfälle.

Die rückläufige Entwicklung der Kosten in den Jahren 1994 und 1995 konnte nicht mehr fortgesetzt werden. 1996 kam es zu einer Trendumkehr: der Gesamtaufwand für den Versicherungsbetrieb erhöhte sich, beeinflußt durch außerordentliche Abschreibungen im EDV-Bereich sowie Aufwendungen für Pensionsrückstellungen und Abfertigungszahlungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Vorstandsverträgen per 31.12.1996, auf 3,6 Mrd. ATS. Diese 9%ige Kostensteigerung ergibt eine höhere Prämien-Kostenrelation von 27,9% (1995: 25,2%).

Die Kapitalanlagen der BUNDESLÄNDER konnten im Berichtsjahr um 2,6 Mrd. ATS (+6,0%) auf knapp 47 Mrd. ATS aufgestockt werden. Die anhaltende Niedrigzinssituation des Kapital- bzw. Geldmarktes wirkte sich auch 1996 spürbar auf das ordentliche Finanzergebnis aus und drückte die Durchschnittsrendite im Darlehens- und Wertpapierbereich. Diese lag über alle Veranlagungen bei 6,05% (Vorjahr 6,10%). Dennoch konnten die Netto-Finanzerträge der Gesellschaft um 18,3% auf insgesamt 2,9 Mrd. ATS gesteigert werden.

Die BUNDESLÄNDER konnte 1996 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 22,2 Mio. ATS (+15,9%) auf 162,2 Mio. ATS verbessern. Bedingt durch eine stark gestiegene Steuerbelastung sowie eine gezielte Stärkung der Eigenmittel verbleibt für 1996 ein Jahresgewinn von 32,8 Mio. ATS. Aus dem für das Rechnungsjahr 1996 verbleibenden Bilanzgewinn wird eine jeweils 12%ige Dividende an die Vorzugsaktionäre bzw. Gewinnbeteiligung an die Partizipationsschein-Inhaber ausgeschüttet werden. Die Dividendenzahlung an die Stammaktionäre entfällt in diesem Jahr.

LAUFENDES GESCHÄFTSJAHR 1997

Die Bundesländer-Versicherung konnte sich in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres dem Trend der gesamten Versicherungsbranche kaum entziehen. Die verrechneten Prämien reduzierten sich zwischen Jänner und März 1997 insgesamt um 1,3% auf 3,9 Mrd. ATS. Während sich die verrechneten Prämien der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt um 0,9% auf 2,4 Mrd. ATS erhöhten, reduzierte sich in der Lebensversicherung die verrechneten Prämie um 7,1% auf 729,7 Mio. ATS. Die Prämieneinnahmen in der Krankenversicherung fielen aufgrund der Kosten- und Preisreduktionen - insbesondere durch den Wegfall der Mehrwertsteuer bei Arzthonoraren - um 1,8% auf 1,0 Mrd. ATS.

Die bisherige Entwicklung der Schaden- und Leistungsauszahlungen zeigt in den einzelnen Bilanzabteilungen folgende Ergebnisse: die Schaden- und Unfallversicherung verzeichnet eine 6,7%ige Steigerung auf 976,5 Mio. ATS. Die Lebensversicherung steigerte aufgrund der konstant hohen Zahl an abreifenden Verträgen ihre Leistungen um 14,1% auf 896,9 Mio. ATS. In der Krankenversicherung reduzierten sich die Leistungen um 2,2% auf 604,7 Mio. ATS.

Juni 1997

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