Bundesländer Vers.: Konzern-Bilanz 1996

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Ad-Hoc Mitteilung von: Bundesländer Vers.

Knapp 20 Mrd. ATS Prämienvolumen,
EGT 324 Mio. ATS

Der BUNDESLÄNDER-Konzern weist für 1996 ein Gesamtprämienvolumen von insgesamt 19,8 Mrd. ATS aus. Der Prämienrückgang von 1,8% ist im wesentlichen auf die Zurückhaltung im Lebensversicherungsgeschäft gegen Einmalprämienzahlung zurückzuführen. Mehr als zwei Drittel der Prämieneinnahmen entfallen dabei auf die BUNDESLÄNDER, es folgen mit einem Anteil von 24,5% die Raiffeisen-Versicherung AG und mit 4,2% die Salzburger Landes-Versicherung AG. Bei den Auslandsgesellschaften verteilen sich die Prämieneinnahmen 1996 mit 120,7 Mio. ATS (0,6%-Anteil) auf die tschechische Tochtergesellschaft CRP und mit 192,5 Mio. ATS (1,0%-Anteil) auf die slowakische OTCINA.
Gemeinsam mit der MLP Lebensversicherung Deutschland und der Raiffeisen-Versicherung wurde 1995 die MLP Lebensversicherung Österreich gegründet, die ausschlie§lich das Produkt der fondsgebundenen Lebensversicherung am Österreichischen Markt anbietet. Im BUNDESLÄNDER-Konzern werden 50% an der MLP-Lebensversicherung gehalten. 1996 wurden bereits verrechnete Prämien in Höhe von 13,9 Mio. ATS erzielt.
Die BV-ARAG, Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, an der die BUNDESLÄNDER mit 50% beteiligt ist, nimmt als Rechtsschutz-Spezialist am österreichischen Markt den 4. Platz ein. 1996 konnten die verrechneten Prämien um 10,0% auf 330,7 Mio. ATS ausgeweitet werden.

Bei der Abdeckung von Risken wurden im Berichtsjahr für 638.887 Schaden- und Leistungsfälle nicht weniger als 12,9 Mrd. ATS (+ 3,6%) an Leistungen für die Versicherungsnehmer ausbezahlt. Davon entfielen auf die BUNDESLÄNDER 73,3%, auf die Raiffeisen-Versicherung AG 22,9% und auf die Salzburger Landes-Versicherung 3,2%. Die Schaden- und Leistungsentwicklung in den beiden ausländischen Tochtergesellschaften betrug insgesamt 68,5 Mio. ATS. Die gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb der Konzerngesellschaften, einschlie§lich Provisionen beliefen sich, beeinflußt durch außerordentliche Abschreibungen im EDV-Bereich sowie Aufwendungen für Pensionsrückstellungen und Abfertigungszahlungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Vorstandsverträgen per 31.12.1996, auf 4,6 Mrd. ATS (+11,8%). Gemessen an der abgegrenzten Eigenbehaltsprämie ergibt das für 1996 einen Kostensatz von 25,2%Punkten (Vorjahr 21,7%).

Die gesamten Kapitalanlagen wurden im Jahr 1996 um 7,9% auf rund 82 Mrd. ATS ausgeweitet. Die größten Veranlagungsgruppen sind dabei die Sonstigen Ausleihungen mit 30,9 Mrd. und die festverzinslichen Wertpapiere mit 23,5 Mrd. ATS. Die Finanzerträge sind nach Abzug der Aufwendungen 1996 um 11,1% auf 5,2 Mrd. ATS gestiegen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf insgesamt 323,7 Mio. ATS (-4%) und konnte damit im zweiten Jahr der Konzernrechnung nahezu auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

BARC ist ernstzunehmender Partner unter Europas "Top 50"

Mit der Einigung der Mehrheitseigentümer der beiden Versicherungsgruppen Austria-Collegialität und Bundesländer-/Raiffeisen-Versicherung über den Zusammenschlu§ per 1.1.1997 unter dem gemeinsamen Dach der BARC Versicherungs-Holding AG erfolgte am österreichischen Versicherungsmarkt eine Weichenstellung mit Europaformat. Die Zusammenführung der zwei finanzkräftigen österreichischen Repräsentanten des Banken und Versicherungswesens, die allein 1996 ein Gesamtprämienvolumen von 27,7 Mrd. ATS (davon 25,8 Mrd. im direkten Versicherungsgeschäft) erzielten, läßt die neue Unternehmensgruppe unter den "Top 50" Versicherungsunternehmen Europas eine aktive Rolle einnehmen. Die "BARC" ist mit 2.600 Außendienstmitarbeitern und 2.500 Raiffeisenkassen am europäischen Binnenmarkt ein ernstzunehmender Partner.

Juni 1997

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