Waagner-Biro erwartet auch 1997 eine Umsatzsteigerung Sanierung des Leipziger Bahnhofes um eine halbe Milliarde Schilling - größter Auftrag im Stahlhochbau für Waagner-Biro

Eigene Fertigung in Indonesien festigt Position in Asien

Wien (OTS) - Synergie mit Fassadentechnik Waagner-Biro/Binder GmbH

Die Waagner-Biro Gruppe erwirtschaftete mit 1.200
Mitarbeitern 1996 einen Umsatz von 2,477 Mio. Schilling und lag damit um 20 Prozent über jenem des Vorjahres. Mit einem derzeitigen Auftragsstand von knapp 3,5 Mrd. Schilling zeigten sich die Waagner-Biro Vorstände Dipl.Ing. Karl Koch und Dkfm. Josef Wandling bei der heutigen Bilanzpressekonferenz auch für 1997 optimistisch.

Stadlau - Das zur börsennotierten Auricon-Gruppe gehörende Unternehmen Waagner-Biro hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich, obwohl die allgemeine wirtschafltiche Situation 1996 nicht allzu rosig war. "Wir betreiben eine gezielte Nischenstrategie, die uns langfristig den Erfolg sichert und wir konzentrieren uns neben Österreich und Europa auf den südostasiatischen Markt. Hier erwirtschaften wir allein zwei Drittel unseres Auslandsumsatzes", so Dkfm. Josef Wandling, kaufmännischer Vorstand bei Waagner-Biro, zur Unternehmens-Strategie der nächsten Jahre.

Know-How-Transfer nach Indonesien

1996 wurde die P.T. Waagner-Biro Indonesia mit Sitz in Jakarta gegründet, als eine moderne lokale Fertigungsstätte. Die 100%-ige Waagner-Biro-Tochter beschäftigt auf Dauer 50 Personen und wurde mit hochproduktiven, elektronisch gesteuerten Fertigungseinrichtungen für den Profilstahlbau ausgestattet. Die Sägebohrkapazität liegt bei einigen Tausend Jahrestonnen. Bereits heuer wird die Fertigung wesentliche Teile eines umfangreichen Brückenauftrages vor Ort durchführen.

Nahezu drei Viertel aller gefertigten Systembrücken setzt Waagner-Biro in Asien ab. Die Gründung der P.T. Waagner-Biro Indonesia stellt eine große Investition auf dem Stahlbau-Fertigungssektor dar. Vergleichbar mit der Gründung der "Steelco" in Ägypten in den sechziger Jahren. Das inzwischen verstaatlichte Unternehmen zählt noch immer zu einem der größten Stahlbaufertiger.

Synergien mit Fassadentechnik Waagner-Biro/Binder GmbH.

Wesentliches Ziel für 1997 ist weiterhin die intensive Nutzung von Synergien innerhalb der Waagner-Biro-Gruppe. Starker Partner dabei:
Die seit 1995 unter der industriellen Führerschaft von Waagner-Biro agierende Fassadentechnik Waagner-Biro/Binder GmbH, deren Auftragsstand derzeit bei 524 Mio. Schilling liegt. Repräsentatives Projekt der Zusammenarbeit ist die Stahl-Glas-Kuppel (18 m hoch, 35 m breit im Durchmesser) für das Reichtagsgebäude in Berlin. Die nach den Plänen des international anerkannten Architekten Norman Foster gebaute Kuppel wird derzeit im Wiener Werk in Stadlau gefertigt und soll 1998 fertiggestellt sein. Der Auftragswert liegt bei 130 Mio. Schilling und geht zu gleichen Teilen an die Waagner-Biro AG für die Stahlkonstruktion und an die Fassadentechnik für die Ausgestaltung der Kuppel mit Glas und Aluminium.

Sanierung des Leipziger Bahnhofes um eine halbe Milliarde Schilling - größter Auftrag im Stahlhochbau für Waagner-Biro

Ein weiteres Beispiel für die Synergienutzung innerhalb der Gruppe ist der Ausbau und die Sanierung des Leipziger Bahnhofes.

Europas größter Kopfbahnhof wurde um die Jahrhundertwende in einer Stahl-Glas-Konstruktion gebaut. Waagner-Biro bewies mit der vollständigen Restaurierung des Palmenhauses in Wien bereits das nötige Wissen um die Erneuerung historisch wertvoller Bauten. So entschloß sich der deutsche Generalunternehmer Walter Bau AG im November 1996 für Waagner-Biro. In einem ersten Auftrag geht es um die Errichtung von seilverspannten Glaswänden, die das Tonnengewölbe gegenüber den Bahnsteigen abgrenzt.

Der zweite größere Auftrag betrifft die Stahl-Glas-Konstruktion des Bahnsteigbereiches. Mehr als 60.000 qm Dachfläche werden in Abschnitten bis zum August 1999 saniert und teilweise erneuert, ohne den Bahnhofsbetrieb zu stören.

Rückfragen & Kontakt:

Waagner-Biro AG
Mag. Gerlinde Hinterauer
Tel.: 288 44 - DW 620

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