E-Wirtschaft: Verstärkte Kooperationen führen zu billigerem Strom

Hans Haider beim Club IW in der Wirtschaftskammer Österreich für Zugang der Großverbraucher zum internationalen Strommarkt

Wien (PWK) - Der Verbund, bei dem im Jahresschnitt regelmäßig über 90 Prozent der erzeugten elektrischen Energie aus Wasserkraft stammen, ist der "grünste Stromproduzent in der Europäischen Union". "Wir sind fest entschlossen, den hohen technischen und ökologischen Standard unserer Anlagen beizubehalten und gleichzeitig im Sinne der weiteren Wettbewerbsverbesserung die Kosten für die erzeugte Kilowattstunde und letztlich auch den Abgabepreis an den Verbraucher zu senken", erklärte der Sprecher des Vorstandes des Verbunds, Hans Haider, beim Club Internationale Wirtschaft, am Mittwoch in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Zukunft gehöre nicht nur einem unter Wettbewerbsbedingungen kostengünstigen, sondern auch umweltfreundlich erzeugten Strom. ****

Die Elektrizitätswirtschaft befindet sich europaweit in einer bedeutenden Umgestaltungsphase. Gemäß der heuer in Kraft getretenen Richtlinie der EU-Energieminister wird der Strommarkt ab 1999 sukzessive geöffnet werden. Der Verbund sei auf diese Entwicklung gut vorbereitet und stehe mit rund 40 Prozent seiner abgesetzten Energie bereits jetzt im freien Wettbewerb, so Haider.

Bei der erforderlichen Neuordnung der österreichischen Elektrizitätswirtschaft müßte vor allem die Unternehmenskooperation vertieft und den aktuellen Anforderungen angepaßt werden. Die bewährte dreigliedrige Struktur bestehend aus Verbund, Landesgesellschaften sowie kommunalen und privaten Unternehmen solle jedoch erhalten bleiben, schlug Haider vor. Hingegen wäre es sinnvoll, daß "große industrielle Verbraucher den Zugang zum österreichischen und internationalen Markt erhalten, damit sie ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken können".

Wichtig sei für den Verbund vor allem die Regelung der Strombinnenmarkt-Richtlinie, wonach Strom, der aus erneuerbaren Energieträgern, also auch aus Wasserkraft, Abfällen oder mit Hilfe von Kraft-Wärme-Kopplungen erzeugt wurde, bevorzugt abgerufen werden kann. Auch der Schutz heimischer Primärenergieträger als Brennstoff sei bis zu einem gewissen Ausmaß in der Richtlinie festgeschrieben. Der Verbund fordert daher "den bevorzugten Einsatz der heimischen Wasserkraft und die vorrangige Erzeugung elektrischer Energie aus heimischer Braunkohle auch im neuen Energieorganisationsgesetz festzuschreiben".

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Maximiliana Tadina

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