Endlich Geldfluß für Altlasten

Erhöhung der Altlastenbeiträge greift

Wien (OTS) - Nach einigen mageren Jahren gibt es für die Altlastensanierung wieder Geld. "Die im letzten Jahr vorgenommene Erhöhung der Altlastenbeiträge wirkt sich nach einer kurzen Anlaufzeit ab nun aus", so Umweltminister Dr. Martin Bartenstein. "Damit ist die Sanierung dringlicher, großer Projekte wieder möglich." Gestern, Mittwoch, wurden von der Altlastensanierungskommission (Vorsitz: Wiens Umweltstadtrat Fritz Svihalek) fünf Projekte mit einem Förderungsvolumen von S 579 Mio. befürwortet und dem Umweltminister vorgelegt.

Konkret handelt es sich um die Förderung von Sanierungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen folgender Altlasten:

- Altlast Agip St. Michael, Steiermark

- Altlast, Zentraltanklager Lobau, Wien

- Altlast Hutterdeponie, Niederösterreich

- Altlast Alte Mülldeponie Taufkirchen, Oberösterreich

- Altlast in der Kuhau (Deponie beim Geschirrwasser, Stiftsdeponie, Grünabfalldeponie), Niederösterreich

Mag. Gerhard Gangl, Vorstandsmitglied der Kommunalkredit, zu den am Mittwoch diskutierten Projekten: "Gemeinden mit vorbildlicher Umweltpolitik, die die Sanierung von Altlasten selbst in die Hand nehmen, werden mit Bundes- und Landesförderungen unterstützt."

Von den fünf Projekten ist für die Sicherung der Trinkwasserversorugung in der Lobau mit knapp über S 500 Mio. der größte Anteil vorgesehen. Die vorhandenen Verunreinigungen (Mineralöle im Grundwasser) stammen großteils aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges; die Altlast ist eine ständige Gefährdung des Grundwasserschutzgebietes Untere Lobau (Brunnen der MA 31, Wasserrechte für kommende Trinkwasserversorgung etc.). Die geplanten Sicherungsmaßnahmen sehen unter anderem die Errichtung einer Dichtwand sowie von sechs Sperrbrunnen vor. Baubeginn ist voraussichtlich Ende 1998, als Bauzeit sind für das Gesamtprojekt drei bis vier Jahre angesetzt.

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Kommunalkredit
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Tel.: 31 6 31/532

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