Eichinger: Attraktivierung der Südbahn ist voll im Gange

Verlängerung der U6 nach Mödling ist unsinnige Forderung

Niederösterreich, 25.6.97 (NÖI) Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs nimmt einen großen Stellenwert innerhalb des Budgetvoranschlages für das Jahr 1998 ein. So zeigt sich Niederösterreich einmal mehr solidarisch mit seinen tausenden Pendlern. Ein Beispiel dafür sind die weitreichenden
Verbesserungen auf der Südbahn, erklärte heute der dritte Präsident des NÖ Landtages, LAbg. Leopold Eichinger.****

"Alleine im Bezirk Mödling pendeln über 40.000 Menschen.
Leider wird aber das Angebot des öffentlichen Verkehrs noch zu wenig genützt. Das Land Niederösterreich hat sich daher bemüht, das Angebot zu verbessern. Ich erinnere dabei nur an den Südbahnvertrag, bei dem das Land 220 Millionen Schilling beisteuert. Dies hat es ermöglicht, daß der ¼ Stundentakt auf
der Südbahn nach Wien geführt wird. Mit der Inbetriebnahme von
120 Doppelstockwaggons im Herbst dieses Jahres wird das Pendeln bedeutend angenehmer und attraktiver. So kommt es zu keinen Wartezeiten mehr und völlig überfüllte Zuggarnituren werden der Vergangenheit angehören. Ein Grund mehr also, vom Auto auf die
Bahn umzusteigen", so Eichinger weiter.

Zu der immer wieder gestellten Forderung nach einer
Verlängerung der U6 bis nach Mödling, stellte Eichinger
folgendes klar: "Zum ersten ist durch die Verbesserung auf der Südbahn die Verlängerung der U6 überflüssig und zum zweiten ist diese freiheitliche Forderung ausschließlich populistisch motiviert. So würde dieses Projekt 7,5 Mrd. Schilling kosten.
Dazu kämen jährlich 50 Millionen Schilling an Betriebskosten.
Wer soll das bezahlen? Darüber hinaus wäre die Verlängerung der U6 sicherlich kein Dienst an Mödlings Bürgern. Mödling würde dann nämlich zu einem großen Parkplatz eines U-Bahnhofes
werden", erkärte Eichinger.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI