70 Millionen für die Schublade?

Wiener Liberale kritisieren Ausschreibung für die Gesamtuntersuchung des Wiener Magistrats

Wien (OTS) In der heutigen Sitzung des
Gemeinderats soll der Abschluß eines Vertrags mit dem
bestbietenden Projektmanager für das Projekt
"Gesamtuntersuchung des Wiener Magistrats" bewilligt
werden.

Der Projektmanager soll bis zu 7,2 Millionen
Schilling erhalten. Dies sind lediglich 10 % der
Gesamtkosten, die für das Projekt bis Ende 1998
veranschlagt werden.

Differenzierte Kritik erfolgt dazu von den Wiener
Liberalen: "Die Idee, den Magistrat zu untersuchen und
dafür vorerst einen Projektmanager zu suchen, ist
begrüßenswert und professionell. Das Problem ist, daß
in der Ausschreibung kein Bekenntnis zur Umsetzung der Untersuchungsergebnisse erfolgt", so der Liberale
Gemeinderat Wolfgang Alkier.

Bei erfolgreichen Organisationsreformen in anderen
Städten und Ländern wurde im Gegensatz dazu bereits von
vornherein festgelegt, daß es eine
Implementierungsphase geben soll. Es sei auch "state of
the art", daß die Art der Implementierung und die
Beiziehung externer Berater auch zur
Umsetzungsbegleitung von vornherein dokumentiert werde.

Letzteres werde weder in den
Ausschreibungsunterlagen, noch in diesbezüglichen
Erklärungen der Finanzstadträtin gewünscht. Die Gefahr,
daß nach Abschluß der Untersuchung nichts passiert, sei
somit groß, meinte Alkier.

Alkier, der als erster Österreicher vom
amerikanischen "Institute of Management Consultants"
ein Beraterzertifikat erhielt, bietet seine
konstruktive Mithilfe an: "Dieses wichtige Projekt darf
nicht Ende 1998 in der Schublade landen."

Auch bei der Auswahl des Projektmanagers steht der
"gelernte Berater" für Informationen zur Verfügung.
Unter den 18 Angeboten, die vergangene Woche eröffnet
wurden, befinden sich auch Leute, die unter
verschiedenen Firmennamen einmal um knapp 4 Millionen
und einmal um knapp 6 Millionen anbieten.

(Schluß)

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