Bayernwerks-Repräsentanz in Wien offiziell eröffnet

Künftiger Wettbewerb braucht optimale Unternehmens- und Kooperationsstrukturen

Wien (OTS) - "Die bewährte Zusammenarbeit mit Österreich wollen wir fortsetzen und künftig noch intensivieren", betonte der Vorstandsvorsitzende des Bayernwerks Otto Majewski bei der offiziellen Eröffnung der Wiener Repräsentanz. Bis heute sei das Stromlieferübereinkommen mit der TIWAG aus dem Jahr 1926 ein Paradebeispiel für eine Partnerschaft zum Nutzen beider Beteiligten und einer der ersten zwischenstaatlichen Stromlieferverträge in Europa. Gemeinsame Grenzkraftwerke an der Donau und Inn, Kooperationen im Gasbereich oder eine gemeinsam betriebene Rohölaufsuchungsgesellschaft stünden ebenfalls stellvertretend für die hervorragenden österreichisch-bayrischen Kontakte in der Energiewirtschaft.

Majewski zeigt sich überzeugt, daß die wettbewerblichen Herausforderungen auch an die österreichische Stromwirtschaft zunehmen werden. Dabei habe Österreich aufgrund seiner historischen Mittlerrolle zwischen Ost und West langfristig sehr gute Chancen als Stromtransitland an Bedeutung zu gewinnen.

Wie der Bayernwerk-Chef betonte, sei auf dem liberalisierten europäischen Strommarkt nicht nur für Deutschland, sondern auch für Österreich eine echte Markteröffnung mit deutlich sinkenden Strompreisen zu erwarten. Majewski: "Die wahren Gesetze werden dann auf dem Markt geschrieben, und sie sind oft wichtiger als manches Ergebnis der nationalen Umsetzungsdiskussion." Auf dem künftigen Käufermarkt werde der Preis und die Kostenführerschaft den Erfolg des einzelnen Energieversorgers bestimmen. Hierfür sei eine optimale Erzeugungsstruktur, aber vielfach auch eine optimale Kooperationsstruktur notwendig. Allianzen, Kooperationen, das gemeinsame Nutzen von Synergiepotentialen - das würden zunehmend unverzichtbare Voraussetzungen, um im kommenden Wettbewerb zu bestehen.

Wer als österreichisches EVU durch strategische Allianzen und Partnerschaften größer und stärker werde, habe sicherlich die besten Perspektiven in einem Wettbewerb, in dem eine "splendid isolation" nur Nachteile bringe.

Majewski abschließend: "Auf dem künftigen europäischen Strommarkt werden nicht die Großen die programmierten Gewinner sein, sondern vor allem die Flexiblen und die Innovativen, die ihre Chance nutzen."

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Erwin Haydn
Pressesprecher Bayernwerk
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