Prober räumt mit Märchen um den Semmering-Bahntunnel auf

Sozialdemokratisches Unsinnsprojekt ist ziellos, planlos und verantwortungslos

Niederösterreich, 24.6.97 (NÖI) Erneut führte LAbg. Sepp Prober im Rahmen der Budgetdebatte seine Bedenken gegenüber dem sozialdemokratischen Prestigeprojekt "Semmering-Bahntunnel"
an.****

Zum ersten werde die Ghegabahn, die ein welthistorisches Kulturgut darstellt, durch den Größenwahn einiger weniger geopfert.

Zum zweiten geht damit gleich Hand in Hand die
umweltpolitische Fahrlässigkeit der Tunnelbefürworter.
Spätestens der Wassereinbruch auf steirischer Seite, bei dem
"sage und schreibe" 3,5 Milliarden Liter kostbares Trinkwasser verlorengegangen sind, hätten die Unverbesserlichen aufhorchen lassen müssen.

Nicht genug damit, ist zum dritten die Finanzierung dieses Wahnsinnsvorhabens nicht im geringsten gesichert. "Die
angekündigte Privatfinanzierung ist gescheitert. Vermutlich
wurde nicht einmal der ernsthafte Versuch unternommen, eine derartige Finanzierung wirklich durchzusetzen. In Zeiten
maroder Staatsfinanzen sollte der Staat mit gutem Beispiel vorangehen und nicht Milliarden für unnötige Vorhaben verschleudern. So warnen namhafte Experten zuletzt auch die staatliche Finanzierungsgesellschaft eindringlich vor einem finanziellen Kollaps.

Zum vierten ist die Mehrheit der Bevölkerung und das sagen
alle bisher durchgeführten Umfragen aus, gegen dieses planlose, zielose und verantwortungslose Projekt.

Prober stellte in diesem Zusammenhang auch noch das "Märchen betreffend Schaffung tausender Arbeitsplätze durch den Bau der Milliardenröhre" richtig: "So werden durch den Semmering-Basistunnel niemals tausende Arbeitsplätze geschaffen, sondern maximal 250 bis 300. Und diese Arbeitsplätze, und auch das ist erwiesen, werden zu einem größten Teil an Ausländer übergehen."

Es sei viel vernünftiger das Geld, das für das sinnloseste Vorhaben aller Zeiten verschleudert werden soll, in wichtige Nahverkehrsprojekte zu stecken. So ist es notwendig,
Überführungen und Unterführungen zu errichten, um damit die Todeskreuzungen zu entschärfen. "Es kann nicht sein, daß
versucht wird, unsere Bevölkerung weiterhin in die Irre zu
führen und, daß auf Kosten tausender Pendler und aller Steuerzahler, ein Prestigeprojekt verwirklicht wird", betonte Prober.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI