Kürzung der Bausparprämie bricht dem Baugewerbe das Rückgrat

Lahofer: "Bausparförderung ist einer der sinnvollsten Investitionsanreize für den Konjunkturmotor Wohnbau"

Wien (PWK) - Mit dem Vorschlag des Finanzministeriums, die Bausparprämie von fünf auf drei Prozent zu kürzen, wird dem österreichischen Baugewerbe, dessen wichtigste Stütze der Wohnbau ist, endgültig das Rückgrat gebrochen. "Die Bausparförderung ist eine der sinnvollsten Investitionsanreize für den Konjunkturmotor Wohnbau, weil der Bauwirtschaft ausschließlich privates Kapital direkt zugeführt wird. Damit wurde bisher auch die finanzielle Basis für eine weitgehend kontinuierliche Beschäftigung der Mitarbeiter in den mittelständischen Betrieben gegeben. Eine weitere Kürzung der Prämien hätte katastrophale Folgen", warnt Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister der Baugewerbe, in einer ersten Stellungnahme. ****

Die angekündigte Prämienkürzung bezeichnete Lahofer als "absolut kontraproduktiv und einen weiteren Versuch, dem Wohnbau sukzessive die finanziellen Mittel zu entziehen". Einer geringfügigen Budgetentlastung von weniger als einer Mrd Schilling stünde ein Rückgang der Finanzierungsleistung durch die Bausparer von mehreren Mrd Schilling gegenüber. Die Folgen wären katastrophal: Die Zahl der derzeit 22.000 Bauarbeitslosen werde sich mindestens um weitere 2.000 erhöhen, insgesamt würden etwa 5.000 neue Wohnungen weniger gebaut werden. "Nur eine Stabilisierung aller Finanzierungsmöglichkeiten kann neue Arbeitsplätze schaffen und die kontinuierliche Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum sicherstellen. Daher: Hände weg von den Bausparprämien", so Lahofer.

Mit dem Eingriff in bestehende Verträge werde nicht nur das Baugewerbe schwer getroffen, sondern auch das Vertrauen der Sparer in die öffentliche Hand erneut erschüttert. "Mit der verfassungsrechtlich abgesicherten Abschaffung der Verlust- und Bauherrenmodelle hat der Staat bereits ein Trümmerfeld hinterlassen. Diese Entwicklung sorgt nicht nur im Inland für negative Effekte, sondern stellt den Finanzplatz Österreich international in Frage", sagte Lahofer.

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