Lembacher: NÖ-VP fordert Entschädigungen für Weinbauern aus dem Katastrophenfonds

Niederösterreich, 24.6.97 (NÖI) Da es im heurigen Jahr in Teilen des Weinviertels zu Frostschäden an Weinbaukulturen
gekommen ist, brachte LAbg. Marianne Lembacher einen Resolutionsantrag in die heutige Budgetdebatte ein, in dem die NÖ-Volkspartei ausnahmsweise Entschädigungen für Bauern aus dem Katastrophenfonds fordert.****

Darüber hinaus ist zu überlegen, in Zukunft den Weinbauern einen finanziellen Anreiz zur Versicherung gegen Frostschäden
zu gewähren. Ein vernünftiger Schlüssel für eine solche Unterstützung der Weinbauern wäre ähnlich dem Hagelförderungsgesetz folgender: 50% der Prämie bezahlt der Landwirt selbst, 25% kommen aus dem Bundesbudget und 25% aus
dem Landwirtschaftsbudget des Landes", erklärte die
Abgeordnete.

Aus gerade diesem Grund habe es auch bereits Gespräche mit
dem Burgenland gegeben, da ein solcher Vorstoß der beiden
größten Weinbauländer am sinnvollsten wäre. Für die Öffnung des Katastrophenfonds ist nämlich eine Änderung des Katastrophenfondsgesetzes erforderlich. Auch für die Einführung einer Versicherung für Frostschäden im Weinbau ist eine bundesgesetzliche Regelung erforderlich. So hat Landesrat Blochberger bereits ein Schreiben an Bundesminister Molterer gerichtet, in dem er ihn ersucht, die beiden Fragen zu prüfen, betonte Lembacher.

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