KfV erneuert Forderung: Verlängerung des Probeführerscheins auf 4 Jahre - Senkung der Promillegrenze auf 0,5

Wien (OTS) - Die kürzlich vorgeschlagene Verlängerung des Probeführerscheins von 2 auf 3 oder 4 Jahre, die das KfV als sinnvolle und hilfreiche unfallverhütende Verkehrs-sicherheitsmaßnahme begrüßt, sollte von den zuständigen Politikern rasch umgesetzt werden.

Die Unfallstatistik der vergangenen Woche führt die Sinnhaftigkeit der diskutierten Maßnahme vor Augen: 40 % der Verkehrstoten waren in der Altersgruppe bis 25 Jahre. Hauptunfallursache war wieder einmal Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit.

Der 1992 eingeführte Probeführerschein hat zu einem deutlichen Rückgang in der Unfallstatistik der 18- und 19jährigen Pkw-Lenker geführt, der Rückgang der Unfallbeteiligung anderer Pkw-Lenker fiel dagegen signifikant geringer aus.

Durch die Ausdehnung der Probezeit von derzeit 2 auf 4 Jahre könnte dieser Wert noch wesentlich verbessert werden, zumal ja auch die für Führerscheinneulinge geltende 0,1 Promille-Grenze das Trinkverhalten der jungen Lenker langfristig positiv beeinflußt.

Basis für alle nötigen zusätzlichen Verkehrssicherheitsmaßnahmen ist und bleibt aber die Senkung der Promillegrenze auf 0,5.

Härtere Strafen bei höheren Promille-Werten, Einführung von Vortestgeräten und eine stärkere Überwachung des Alkohollimits wären nach Ansicht des KfV eine wirkungsvolle Ergänzung zur geplanten Einführung der 0,5 Promille-Grenze.

Der Bereich zwischen 0,5 und 0,8 Promille müßte jedoch ebenso mit Führerschein-Entzug sanktioniert werden wie ein Verstoß gegen das jetzige Alkohollimit. Wenn die 0,5 Promille-Grenze lückenlos und in Kombination mit strengeren Maßnahmen gegen höhere Promille-Werte umgesetzt wird, kann die KfV-Prognose von 30-50 Verkehrstoten jährlich weniger in die Realität umgesetzt werden.

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