Der Wald wartet auf seine Chance Fünf Jahre Diskussion zur fehlenden Holzkennzeichnungs- Verordnung

Wien (OTS) - Zur Rio-Konferenz machte Österreich der Welt ein besonderes Geschenk: das Tropenholzkennzeichnungsgesetz. Nach stürmischer parlamentarischer Diskussion wurde es später zum Holzkennzeichnungsgesetz geändert - um dann im "Beirats- Dschungel" hängenzubleiben. Seit fünf Jahren fehlt die Durchführungsverordnung durch das Umweltministerium: Der WWF appelliert daher an Minister Martin Bartenstein, den Parlamentsbeschluß auch endlich umzusetzen.

Ziel der Holzzertifizierung ist es, die Marktchance für Holz aus ökologisch nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu verbessern. Am Gütesiegel erkennt der Konsument, daß das Holz nicht im Raubbau geschlägert wurde. Weltweit wurden bereits mehr als fünf Millionen Hektar Wald zertifiziert, rund 3,5 Millionen Festmeter gekennzeichnetes Holz sind derzeit im Handel - und die Nachfrage steigt ständig.

"In Österreich ist es die WWF Gruppe 98, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Raubbau an den Wäldern einzudämmen", erklärt Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des WWF Österreich. Die im März 1996 gegründete WWF Gruppe 98 wird bereits von 22 Firmen unterstützt. Inzwischen sind auch schon erste Produkte aus nachhaltiger Waldbewirtschftung am Markt, nur für den Konsumenten sind sie so gut wie nicht erkennbar.

Obwohl bereits am 2. April 1993 das Gesetz zur Schaffung eines österreichischen Gütezeichens für Holz und Holzprodukte vom Parlament beschlossen wurde, fehlt bis heute die nötige Verordnung zur Umsetzung. Lutschinger: "Gerade Minister Bartenstein ist aufgerufen, bis Jahresende den Vollzug des Holzkennzeichnungsgesetzes zu ermöglichen. Immerhin war er es, der sich damals als Abgeordneter für dieses Gesetz stark gemacht hat."

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