Worte statt Waffen

Unterrichtsministerium setzt Schritte zur Konfliktbewältigung

Wien (OTS) - Die tragischen Ereignisse an den Schulen in Zöbern
und Hausleiten in Niederösterreich weisen auf die Notwendigkeit einer Verbesserung der Konfliktkultur hin. "Zwar kann auch die engagierteste Präventiv-Initiative leider nicht alle Gewalt, jedes Unglück oder jeden Unfall verhindern, aber wir können beitragen, daß die in jeder Gemeinschaft sich ergebenden Konflikte konstruktiv gelöst werden können und nicht in zerstörerische Aggression umkippen", so der oberste Schulpsychologe des Unterrichtsministeriums, Franz Sedlak.

Bereits Anfang Mai hat das Unterrichtsministerium eine Initiative gestartet: Viele Gewaltprobleme entstehen auf dem Boden ungelöster seelischer Spannungen. Deshalb hat die Abteilung Schulpsycholgie-Bildungsberatung des BMUK eine Broschüre erstellt, in der der Autor Dr. Sedlak die wichtigsten seelischen Fachhilfen beschreibt: Schulpsychologie, Klinische Psychologie, Supervision, Meditation. Einen ganz breiten Raum nimmt die Darstellung der verschiedensten Psychotherapien ein. Die Broschüre "Sich helfen lassen" wurde bereits an alle Schulen verschickt.

Das Unterrichtsministerium hat rasch auf die Vorfälle reagiert und setzt nun einen weiteren wichtigen Baustein zur Verbesserung der Konfliktkultur: Die Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung hat eine Broschüre erstellt mit dem bezeichnenden Titel: "Worte Statt Waffen - Anregungen für eine bessere Konfliktkultur". Unter Konfliktkultur versteht der Autor der Broschüre, Franz Sedlak:
"Gemeinsam Wege finden, um die Unterschiede zwischen uns und die Spannungen in uns in einem kreativen, persönlichen und gemeinschaftlichen Wachstumsprozeß umzuwandeln."

Die Broschüre behandelt in aufgelockerter Form folgende Fragen:
Sind Aggressionen dasselbe wie Selbstbehauptung, Nein-Sagen- Können? Wodurch kommt es zu Aggressionen - ist das Hilflosigkeit, sind es Revierkämpfe?

Was sagt uns die Säuglingsforschung über die Konflikte?
Was sind innere, was sind äußere Konflikte?
Konflikte - können sie krank machen? Was hilft zum Aggressionsabbau?

Wertvolle Mittel zur Konfliktbewältigung?
Was ist Konfliktkultur?

Damit die vielen Anregungen aufgegriffen und umgesetzt werden können, können alle Schulen in Österreich ab sofort diese Broschüre in der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung des Unterrichtsministeriums anfordern. Selbstverständlich können auch alle anderen Interessierten und sich für eine positive, gewaltfreie Anleitung zur Konfliktregelung engagierten Personen die kostenlose "Broschüre" bestellen:

Abteilung Schulpsychologie des BMUK Freyung 1, 1010 Wien Tel.: 531 20-2583 od. 2584

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