Stopp dem Kojotenmassaker in den USA

Tierhilfswerk Austria gründet Tochterverein in Kalifornien

Wien (OTS) - In den USA macht die Bundesbehörde ADC (Animal Damage Control) seit über 60 Jahren planmäßig Jagd auf Kojoten. Die Tötungsmethoden reichen vom Giftköder bis zur Jagd per Hubschrauber. In Los Angeles gründete das Tierhilfswerk Austria vor wenigen Wochen eine Tochterorganisation mit dem Namen Animal Welfare Organization (AWO). Der Stopp des Kojoten-Massakers wird eines der dringlichsten Anliegen der AWO sein.

1931 wurde die ADC ins Leben gerufen. Seitdem ist es Sinn dieser Bundesbehörde, sogenannten problem predators ("Problemraubtieren") den Garaus zu bereiten. Vor allem dem Kojoten wurde der Kampf angesagt. In Propagandafilmen wurde er als Viehmörder Nummer eins präsentiert, was dazu führte, daß bis heute Zigmillionen Kojoten getötet wurden. Alleine für 1994 weist die offizielle ADC-Statistik 85.000 erlegte Kojoten auf. Amerikanischen Biologen zufolge ist die Zahl der getöteten Tiere weit höher anzusetzen.

Die Tötungsmethoden sind unter anderem:

- aerial gunning: Abschuß vom Helikopter aus

- Compound 1080: hochtoxischer Giftcocktail in Ködern ausgelegt

- M-44: Zyanid, in Kügelchenform in Ködern ausgelegt

Für das Tötungsprogramm in 17 Bundesstaaten gibt das Landwirtschaftsministerium, dem die ADC untersteht, jährlich 36 Millionen Dollar aus. Der pure Wahnsinn, wenn man bedenkt, daß dadurch der Einsatz von Compound 1080 gefördert wird. Dieses Toxin tötet nicht nur Kojoten - wie die ADC gerne behauptet - sondern auch Tausende andere Tiere, die mit den Ködern in Kontakt kommen.

Bob Crabtree, Ökologe, der jahrelang das Leben der Kojoten im Yellowstone-Nationalpark beobachtete: "Es ist einer der weitverbreitesten und größten Irrtümer zu glauben, Kojoten zerstören alles um sich, soferne sie nicht getötet werden. Im Gegenteil, Kojoten sind für das Funktionieren des Ökosystems sehr wichtig."

Mag. Alexander Willer, Kampagnenleiter des Tierhilfswerk Austria:
"Mit Hilfe unserer Tochterorganisation AWO werden wir alles daransetzen, um zumindest in Kalifornien dem Kojoten-Massaker ein Ende zu bereiten. Als Alternative zur Tötung bieten wir ein Programm mit Herdenschutzhunden an, das sich im Bundesstaat Utah bereits bestens bewährt hat. Durch den Einsatz dieser Hunderassen (Maremma, Sarplaninac, Akbash) ist der Viehriß durch Raubtiere drastisch zurückgegangen."

Rückfragen & Kontakt:

Tierhilfswerk Austria
Mag. Alexander Willer (Kampagnenleiter)
Christian Janatsch (Präsident)
Tel.: 02243/229 64

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS