AgrEvo plant 1998 Aussaat von Gen-Mais in Österreich: Global 2000 fordert von Regierung Einhaltung des 5-jährigen Moratoriums.

"Gen-Freisetzungen stehen im Widerspruch zum Volksbegehren". Global 2000: "AgrEvo soll Willen der Österreicher respektieren".

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Global 2000 übte scharfe Kritik an den heute, Donnerstag, bekanntgewordenen Plänen des Chemiekonzerns AgrEvo, 1998 in Österreich genmanipulierten Mais auszusäen. "Die beabsichtigte Aussaat von Gen-Mais steht im klaren Wiederspruch zu dem von über 1,2 Millionen Österreichern unterzeichneten Gentechnik-Volksbegehren. Die Bundesregierung und die zuständige Ministerin Barbara Prammer müssen daher sofort mit dem Unternehmen in Kontakt treten und für eine Einhaltung des 5-jährigen Freisetzungs-Moratoriums in Österreich garantieren", forderte Global 2000-Sprecher Lothar Lockl. "Rund 500 Bürgermeister aus ganz Österreich - darunter Stadtoberhäupter von Wien, Linz, Graz, Eisenstadt und Klagenfurt - haben in den letzten Monaten die Global 2000-Resolution gegen die Aussaat von Gen-Pflanzen unterschrieben. Es ist undenkbar, daß in Österreich Freisetzungen gegen den eindeutigen Willen der betroffenen Bevölkerung durchgeführt werden". Der Chemie-Konzern AgrEvo mußte bereits im Vorjahr aufgrund des massiven Widerstands in der Region - gegen die Freisetzungs-Pläne hatten in wenigen Wochen 40.000 Menschen unterschrieben - den Antrag auf Aussaat von genmanipulierten Mais zurückziehen. "Die Firma AgrEvo wäre gut beraten, von sich aus den Willen der Österreicher zu respektieren und von ihren Freisetzungsplänen Abstand zu nehmen. Sollte das Unternehmen dazu nicht bereit sien, werden wir die Proteste der Ortsvorsteher und der betroffenen Bevölkerung in vollem Umfang unterstützen", kündigte Global 2000-Sprecher Lockl Widerstand an.

Rückfragen & Kontakt:

Global 2000
Lothar Lockl, Anita Voraberger
Tel.: 812 57 30-37 oder 27, 0664-308 65 47

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS