Nachrichtenmagazin News bringt morgen neue Belastungsanzeigen gegen Andreas Goldberger im Wortlaut.

- Zweite Anzeige des Dealers beschreibt dreimaligen Kokain-Verkauf an Goldberger im Detail

- Ehemaliger Goldberger-Freund gibt weiteren Kokain-Konsum des Skistars zu Protokoll

Utl.: Vorausmeldung zu News Nr. 25/97 (19.6.1997) =

Wien (OTS) - Die morgige Ausgabe des Nachrichtenmagazins News sorgt bereits vor Erscheinen für heftige Diskussionen.

News bringt in seiner morgigen Titelstory "Goldi: Das Ende?" zwei neue Belastungsprotokolle gegen Skistar Goldberger im Wortlaut. Danach haben der ehemalige enge Freund von Goldberger, P1-Geschäftsführer Peter Kovac und der heute vor Gericht stehende Kokain-Dealer Günter S. in schriftlichen Einvernahmen bei Untersuchungsrichter, Staatsanwalt und Sicherheitsbüro neue, schwere Anschuldigungen gegen den Skistar erhoben.

P1-Geschäftsführer Peter Kovac gab zunächst in einem News-Interwiev und dann in einer schriftlich festgehaltenen Einvernahme beim Untersuchungsrichter zu Protokoll, mit Goldberger bereits im Frühjahr 1996 - Ende März/Anfang April - in der Diskothek P1 Kokain konsumiert zu haben. Kurz nach diesem Kokain-Konsum, den Goldberger bei seinen bisherigen Aussagen nicht angegeben hat, hätte Goldi bei einem Besuch des Fußballspielers Rapid-Feyenoord auch in einer größeren Personengruppe Haschisch konsumiert.

Laut Angabe von News hat der - in seiner Glaubwürdigkeit bisher umstrittene - Dealer Günter S. darüberhinaus in einer polizeilichen Niederschrift vom 12. Mai 1997 sein Geständnis in einer für Goldberger dramatischen Weise detailliert. Laut News habe Günter S. gestanden, an Goldberger dreimal Kokain verkauft zu haben und diese Übergaben gegenüber der Polizei detailliert geschildert.

Laut News sei die erste Übergabe wenige Tage nach Goldbergers öffentlich eingestandenen Kokain-Konsum in der Diskothek P1 erfolgt. Der Dealer gibt an, in dieser Nacht an Goldberger 5 Gramm Kokain für 6.000 Schilling verkauft zu haben und nennt als Zeugin für die Übergabe eine damalige Freundin. Diese Frau bestätigt auf Nachfrage von News, daß Günter S. an diesem Abend in der Diskothek P1 Andreas Goldberger getroffen, mit ihm in ein Extrazimmer gegangen sei und danach eine größere Menge Geld besessen habe. Eine direkte Übergabe von Kokain habe sie nicht gesehen.

Der Dealer Günter S. gibt in der "Niederschrift" weitere zwei Kokain-Übergaben an Goldberger an. Eine im Umfang von 10 Gramm Kokain für 15.000 Schilling Mitte September 1996 ebenfalls in der Diskothek P1, eine weitere Ende September 1996 im Umfang von 5 Gramm Kokain für 6.000 Schilling in der Wiener Diskothek Mekka.

Laut News sind diese detaillierten Angaben des Dealers der Grund dafür, warum die Staatsanwaltschaft Wien überrraschenderweise gegen Goldberger die Anklage vom einmaligen Konsum auf "Besitz und Weitergabe von 20 Gramm Kokain" ausgeweitet hat. Wird diese Anklage in den nächsten Tagen vom Justizministerium genehmigt, müßte Goldberger bei einer Verurteilung mit einer Strafe bis zu sechs Monaten Haft oder 360 Tagsätzen Geldbuße rechnen.

Goldberger selbst wollte zu den neuen Vorwürfen vor Erscheinen von News nicht Stellung nehmen. Sein Manager bezeichnet die Anschuldigungen "lächerlich", den Dealer "als absolut unglaubwürdig".

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