PETROVIC: WIDERSTAND GEGEN STRONACH-PARK WÄCHST

Magna Globe Resort Park gefährdet Kulturstandort Wien

"Der Widerstand gegen den Magna Globe Resort Park wächst", freut sich die Grüne Klubobfrau Madeleine PETROVIC. "Mit Prof. Antal Festetics, Kammersänger Heinz Holecek und dem Maler Arik Brauer haben sich weitere prominente Österreicher auf die Seite der Bürgerinitiative gegen die Errichtung des überdimensionalen Vergügungsparks im niederösterreichischen Ebreichsdorf gestellt."

Als "unglaubwürdig" bezeichnet PETROVIC die Aussagen der Firmavertreter, wonach für die Realisierung des Freizeitparks keine öffentlichen Mittel notwendig seien. "Bereits die Ansiedelung
eines Magna-Zulieferwerks für die Grazer Crysler-Eurostar-Fertigung wurde mit 125 Millionen Schilling gefördert, die Hälfte davon schoß der Bund zu. Die von der Firma beim Projekt Ebreichsdorf zugezogenen Experten betonen ausdrücklich, daß der Globe Resort Park ohne umfangreiche Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen zu unzumutbaren Belastungen für die Bevölkerung führen würde. Die notwendigen Maßnahmen - darunter eine Verbreiterung der Südautobahn und der Ausbau der beiden Autobahnabfahrten zu Vollknoten - sollen aus der Tasche des Steuerzahlers finanziert werden! Die österreichischen Besucher würde damit für den Familienausflug ins Austro-Disney gleich doppelt bezahlen."

Die Grünen lehnen aus wirtschaftlichen, ökologischen aber auch aus kulturpolitischen Überlegungen das gesamte Projekt strikt ab. "Es ist purer Leichtsinn, für dieses kulturell wertlose Projekt die Austellungsstadt Wien und ihren traditionsreichen Vergnügungspark, den Wiener Prater, existenziell zu gefährden. Österreich verdankt dem Kulturstandort Wien ein Anwachsen beim Städtetourismus und damit einen der wenigen auftrebenden Wirtschaftszweige im Land.
Wir halten es für verantwortungslos, wenn Wiener Politiker jetzt dabei zusehen, wie der Besucherstrom von den kulturell wertvollen Stätten Wiens hin zu den seichten Vergnügungen eines internationalen Großkonzerns umgeleitet werden soll", schließt die Kultursprecherin der Grünen.

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