Hiller: Neues Naturschutzgesetz ist Anschlag auf den Sport

Niederösterreich, 18.6.97 (NÖI) "Die Vorstellungen von SP-Landesrat Wagner zum neuen Naturschutzgesetz sind für den
Freizeit- und Breitensport in Niederösterreich ruinös. Durch
eine Fülle von Maßnahmen, die in Zukunft nur mir ausdrücklicher Bewilligung der Behörde erlaubt sein sollen, wird der Betrieb
von Sportstätten vielerorts unmöglich gemacht", skizzierte
LAbg. Franz Hiller seine massiven Bedenken gegen den Entwurf
eines neues Naturschutzgesetzes des Landesrates.****

Das Problem liegt grundsätzlich darin, daß Sportplätze
häufig am Ortsrand außerhalb des verbauten Gebietes liegen,
daher als Grünland gewidmet sind und daß, das neue Naturschutzgesetz ausnahmslos für das gesamte Grünland, das
heißt auch für Sportplätze gilt, so Hiller weiter.

Der SP-Entwurf zum neuen Naturschutzgesetz sieht im Grünland
in Zukunft vor, daß

o Sportstätten aller Art nur mit Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft errichtet und erweitert werden dürfen.

o Anschüttungen, Abgrabungen und Geländeplanierungen an eine Genehmigung der Behörde gebunden sind.

o Werbetafeln in Sportstätten absolut verboten sind und

o auch kleinflächige Büsche und Hecken nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Bezirkshauptmannschaft beseitigt werden dürfen

"Dieser Gesetzesentwurf widerspricht teilweise nicht nur den Interessen des Sports, sondern bringt auch ein gewaltiges
Ausmaß an Überregelmentierung mit sich", betonte Hiller.

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