Aussehen der Euro-Münzen festgelegt

Europäische Jury wählt belgischen Entwurf für die Gestaltung der Avers-Seite

Wien (OTS) - Die Entscheidung über das Aussehen der Wertseite der zukünftigen Euro-Münzen ist gefallen: Aufgrund der Beurteilung einer Expertenjury sowie einer europaweiten Meinungsumfrage gewann der Entwurf von Luc Luycx vom Königlichen Münzamt in Belgien, der nun die Basis für die national individuell gestalteten Rückseiten der Münzen darstellt. Der Künstler verfolgte mit seiner Gestaltung ein Konzept, das klar, benutzerfreundlich und für jedermann verständlich ist und das Bild einer "Europäischen" Währung verkörpert. Er stellt die Europäische Union auf vielfältige Art dar, vor der Weltkarte, als Zusammenschluß von Nationen und schließlich als Europa ohne Grenzen. Allerdings handelt es sich dabei vorerst um einen künstlerischen Entwurf und noch um keine definitive Blaupause - wie aus Brüssel betont wird. Es seien für die Herstellung noch gewisse geringfügige Änderungen erforderlich, damit die Münzen im Einklang mit den technischen Spezifikationen hergestellt werden können. Österreich schnitt bei dem Wettbewerb übrigens ebenfalls sehr erfolgreich ab -alle drei Einreichungen schafften den Aufstieg in die Runde der besten neun, die genaue Endplazierung wird von Brüssel nicht bekanntgegeben.

Die Rahmenbedingungen für die "Ausschreibung der Gestaltung der gemeinsamen Seite der Münzen für die Europäische Währungsunion" ließen den Künstlern keinen großen Spielraum für Kreativität und optische Effekte. Schließlich geht es bei der Wertseite der Münzen in erster Linie um leichte Erkennbarkeit und Unterscheidbarkeit der einzelnen Nennwerte. Diese müssen auch für die große Anwendergruppe der Sehbehinderten sofort und einwandfrei ertastbar sein. Darüberhinaus bietet die Größe der Münzen für künstlerische Gestaltungsfreiheit wenig Raum, der überdies bei zwei Münzeinheiten durch ein spezielles Sicherheitsmerkmal weiter eingeschränkt wird. Auch galt es, umfangreiche Parameter hinsichtlich Relief, Münzrand und Inschrift zu beachten. Unter diesen Prämissen standen den Wettbewerbsteilnehmern drei Themen zur Verfügung, auf denen das Motiv basieren mußte: "Architektonische und ornamentale Stilrichtungen", "Ziele und Ideale der Europäischen Union" sowie "Europäische Persönlichkeiten". Der Siegerentwurf für die Vorderseiten der neuen europäischen Münzen stellt jetzt die Grundlage für die Gestaltung der Rückseiten dar, die von jedem Land individuell vorgenommen wird. Das endgültige Aussehen der österreichischen Euro-münzen soll noch Ende dieses Jahres feststehen und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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