Ravensberger Bau- Bet. AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Grünwald (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Der Aufsichtsrat der Ravensberger
Bau-Beteiligungen AG hat in seiner Sitzung am gestrigen Abend ein umfassendes Konzept zur finanziellen und organisatorischen Neuordnung mit dem Ziel der Verbesserung und Sicherung der Ertragskraft und der Liquidität sowie der möglichst kurzfristigen Wiederherstellung der Kapitalmarktfähigkeit der Gesellschaft in seinen wesentlichen Punkten verabschiedet.

Dieses Konzept ist das Ergebnis umfangreicher Verhandlungen des Unternehmens, vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstand, mit den das Unternehmen seit Jahren begleitenden Banken und den beiden Großaktionären. Alle Punkte des Konzeptes sind mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank AG einvernehmlich abgestimmt, die zur wirksamen Umsetzung kurzfristig erforderliche Zustimmung der Deutsche Kreditbank AG wird erwartet.

Finanzielle Eckpunkte des Konzeptes sind ein nachrangiges Darlehen der Großaktionäre in Höhe von 7 Millionen DM und einer Laufzeit von fünf Jahren, davon zwei Jahre zinsfrei, zur Finanzierung neuer, aussichtsreicher Projekte und eine allgemeine Kreditlinie der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank AG in Höhe von 6 Millionen DM zur Finanzierung des laufenden Geschäftes. Das Ertragspotential der Ravensberger wird weiter gestärkt durch die Bereitschaft der beiden Großaktionäre, ertragreiches Geschäft aus eigener Projektentwicklung in die Gesellschaft einzulegen.

Entlastet wird die zukünftige Entwicklung durch Ausgliederung des Bestandes an unbebauten Grundstücken im Umland von Leipzig aus dem Konzern durch mehrheitlichen Verkauf der entsprechenden Projekt-gesellschaften. Damit wird eine gezielte, vom Neugeschäft der Ravensberger unabhängige Verwertung des Grundstücksbestandes ermöglicht, die durch Finanzierungszusagen und -erleichterungen der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank AG und Höchstbetragsbürg-schaften der Großaktionäre sowie der Ravensberger von je 4 Millionen DM unterstützt wird. Die Ravensberger hat die Option, die Anteile an den Projektgesellschaften jederzeit zurückzuerwerben.

Unternehmensseitig geht das Konzept von einem temporär deutlich verringerten Geschäftsumfang aus. Es schließt auch die bereits beschlossene Verschmelzung der Leipziger Tochtergesellschaft TERRAWERT Bau AG - die nach wie vor wesentliche Aktivität der Gruppe - auf die Ravensberger Bau-Beteiligungen AG sowie eine vereinfachte Führungsorganisation und ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm ein.

In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch personelle Entscheidungen getroffen. Herr Dr. Meinhard Forster, seit Anfang 1996 Alleinvorstand der Gesellschaft, hat den Aufsichtsrat gebeten, nach erfolgreichem Abschluß der Verhandlungen über das Konzept zur Neustrukturierung zum 30. Juni 1997 aus dem Vorstand auszuscheiden. Diesem Wunsche hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung entsprochen. Herr Dr. Forster hat sich bereit erklärt, der Gesellschaft fallweise beratend zur Verfügung zu stehen.

In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Michael Kleine-Hartlage, bisher Alleinvorstand der TERRAWERT Bau AG, im Vorgriff auf die Verschmelzung mit sofortiger Wirkung in den Vorstand der Ravensberger Bau-Beteiligungen AG berufen.

Aufsichtsrat und Vorstand sind zuversichtlich, mit den getroffenen Entscheidungen und nach Implementierung der beschlossenen Maßnahmen die marktbedingten Schwierigkeiten des Jahres 1997, die durch die hohen Vorverkaufsauflagen der finanzierenden Banken verschärft werden und die zu Umsatz- und Ertragsverlagerungen in das nächste Geschäftsjahr führen, zu meistern und im Jahre 1998 wieder deutlich schwarze Zahlen zu schreiben.

Vorstand

Ende der Mitteilung

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