Strasser: Verwaltung muß noch näher zum Bürger

Wirtschaft braucht einfachere und somit schnellere Verfahren - Verfahrenskonzentration ein erster Schritt

Niederösterreich, 17.6.97 (NÖI) "Wir wollen Niederösterreich in den top ten der Regionen etablieren. Ein notwendiges Mittel
dazu ist die von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll initiierte Zündung einer Drei-Stufen-Rakete zum Abbau der Bürokratie in unserem Land", das betonte heute LAbg. Dr. Ernst Strasser bei
einer Pressekonferenz anläßlich der Vorstellung der neuesten Ausgabe der Schriftenreihe 'Kremser Protokolle' zum Thema 'Deregulierung - Bürgernähe der Verwaltung' im neuen Landhaus
in St. Pölten. "Dieser Drei-Stufen-Plan ist notwendig, um
unseren Unternehmen die Arbeit zu erleichtern", so Strasser weiter.***

Hauptpunkt dabei, stellt die von der NÖ-VP entwickelte und eingeführte Verfahrenskonzentration dar. In einer ersten Stufe
soll es zu einer zeitlichen Zusammenlegung der Verfahren, in
einem zweiten Schritt zu einer inhaltlichen Zusammenlegung behördlicher Genehmigungen und in einer dritten Stufe zu einer zeitlichen Beschleunigung der Verfahren kommen. Strasser
fordert in diesem Zusammenhang auch die vermehrte Schaffung dezentraler Arbeitsplätze sowie den massiven Einsatz von Telekommunikation getreu dem Motto: "Laßt Daten pendeln und
nicht Menschen."

"Leider fährt der Bund den falschen Weg und zentralisiert
z.B. im Bereich der Finanzämter. Dadurch werden ganze Regionen
in Niederösterreich ausgehöhlt. Wir wollen durch neue Telearbeitsplätze gerade die schwachen Regionen fördern",
schloß Strasser.

ÖVP-Bundesgeneralsekretär Mag. Othmar Karas sprach sich für eine verstärkte Diskussion über die Verantwortung der Gemeinschaft, also des Staates einerseits und die Aufgabe jedes Einzelnen andererseits aus. Er trat dabei für mehr Freiräume
jedes Bürgers ein.

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