KfV begrüßt ÖVP-Vorschläge: Verlängerung des Probeführerscheins auf 4 Jahre und härtere Strafen für höhere Promille-Werte

Wien (OTS) - Die Verlängerung des Probeführerscheins von 2 auf 4 Jahre, wie sie die ÖVP in der letzten Parlamentsklubsitzung vorgeschlagen hat, begrüßt das KfV als sinnvolle Verkehrssicherheitsmaßnahme - aber auf Basis der 0,5 Promille-Grenze mir Führerscheinentzug.

Der Probeführerschein (Einführung: 1992) hat deutliche Rückgänge in der Unfallstatistik der 18- und 19jährigen Pkw-Lenker im Zeitraum 1991-1996 bewirkt. Fahranfänger waren um 33 % weniger an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, die Unfallbeteiligungen anderer Pkw-Lenker (minus 9 %) gingen vergleichsweise viel weniger stark zurück. Die für Füherscheinneulinge geltende 0,1 Promille-Grenze beeinflußt auch in punkto Alkohol das Verhalten junger Lenker langfristig positiv. Auch hier wurde eine deutliche Reduktion der an Alkoholunfällen beteiligten Lenker von 1991-1996 erreicht: minus 31 %.

Die Unfallstatistik der vergangenen Woche führt deutlich vor Augen, daß eine Verlängerung des Probeführerscheins sinnvoll wäre. von insgesamt 25 Verkehrstoten auf Österreichs Straßen waren 15 erst 25 Jahre alt. Unfallursache der 7 tödlichen Pkw-Unfälle mit jungen Lenkern war in allen Fällen nicht angepaßte Geschwindigkeit.

Die weiteren ÖVP-Vorschläge zur Promille-Frage - härtere Strafen bei höheren Promille-Werten, Einführung von Vortestgeräten und eine stärkere Überwachung des Alkohollimits - stellen nach Ansicht des KfV eine wirkungsvolle Ergänzung zur geplanten Einführung der 0,5 Promille-Grenze dar. Der Bereich zwischen 0,5 und 0,8 Promille müßte jedoch ebenso mit Führerschein-Entzug sanktioniert werden wie ein Verstoß gegen das jetzige Alkohollimit. Wenn die 0,5 Promille-Grenze lückenlos und in Kombination mit strengeren Maßnahmen gegen höhere Promille-Werte umgesetzt wird, kann die KfV-Prognose von 30-50 Verkehrstoten jährlich weniger sogar als Untergrenze angesehen werden.

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