Dorf- und Stadterneuerer tagten in Katzelsdorf

Pröll: Mensch muß immer im Mittelpunkt stehen

Niederösterreich (NLK) - "Dorf und Stadt der Zukunft" - unter diesem Motto stand der heutige niederösterreichische Dorf- und Stadttag in Katzelsdorf im Bezirk Wr. Neustadt. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit drei Impulsreferaten. Experten skizzierten neben der Entwicklung vor allem die zukünftigen Perspektiven und Möglichkeiten der Dorf- und Stadterneuerung. Grundsätzlicher Tenor:
Globalisierung und Internationalisierung, die rasante Entwicklung der Telekommunikation und andere technische Entwicklungen eröffnen den Dörfern und Städten große Chancen. Auf der anderen Seite bringen diese Entwicklungen auch Veränderungen, die das Leben und das Zusammenleben in den Dörfern und Städten wesentlich und nachhaltigst beeinflussen werden. ****

Wie unterschiedlich Meinungs- und Trendforscher, Dorferneuerer und Politiker die Entwicklungen und deren Auswirkungen sehen, zeigte die anschließende Podiums- und Publikusdiskussion. Geleitet wurde die Podiumsdiskussion vom Intendanten des ORF-Landesstudios Niederösterreich, Prof. Paul Twaroch.

Das Abschlußreferat hielt Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, auf dessen Initiative die Dorferneuerung in Niederöstereich Anfang der 80er Jahre ins Leben gerufen wurde. Pröll erinnerte an die bescheidenen Anfänge der Dorferneuerung, die trotz mancher Probleme und Rückschläge heute die größte Bürgerinitiative des Landes sei. Neue Technologien würden der Dorferneuerung neue Impulse und neue Chancen einräumen.

Nichts könne jedoch das Miteinander und die Zusammenarbeit der Menschen ersetzen, meinte Pröll. Die Dorf- und Stadterneuerung setze wie bereits in der Vergangenheit vor allem auf Eigeninitiative, Bürgerbeteiligung und Dialog. In Zukunft würden jedoch die Bildung und Weiterbildung, die sinnvolle Nutzung der neuen Technologien und die Verbindung von Ökonomie und Ökologie an Bedeutung gewinnen. Pröll: "Der Mensch muß dabei immer im Mittelpunkt stehen."

(Schluß)

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