Blochberger: Heuer 100. NÖ Biomassefernheizwerk Mehr als 1 Milliarde Schilling investiert

St. Pölten (OTS) - Noch heuer wird nach Angaben von Landesrat
Franz Blochberger das 100. Biomasse-Fernheizwerk in Niederösterreich in Betrieb gehen. "Das ist ein Jubiläum, das wir entsprechend feiern werden und auf das ich besonders stolz bin, denn es unterstreicht, daß Niederösterreich in Österreich das Umwelt-Bundesland Nummer eins ist. Seit vielen Jahren setzen wir auf den Ausbau erneuerbarer Energien und erweisen damit unserer Umwelt einen Dienst, da weit weniger Emissionen anfallen als bei fossilen Energieträgern. Derzeit hält Niederösterreich bei 90 Biomasse-Fernheizwerken mit einer Gesamtleistung von mehr als 100.000 Kilowatt. Für heuer sind weitere 25 Werke geplant. In den vergangenen Jahren wurden in diese Werke mehr als 1,1 Milliarden Schilling investiert. Das Land hat dabei mehr als 400 Millionen Schilling an Förderungen zugeschossen.

Neben den Fernheizanlagen, die mehr als 5.000 niederösterreichische Haushalte mit Energie versorgen, gehen im Jahr 1997 weitere 2.300 Biomasse-Einzelanlagen in Betrieb, womit sich deren Zahl auf 6.600 erhöhen wird. Das Investitionsvolumen für Fernheizungen und Einzelanlagen liegt bei fast 400 Millionen Schilling. "Rechnet man Investitionen im Bereich Solarenergie, Photovoltaik, Wärmepumpenlagen und Windenergie dazu, dann erhöht sich das Investitionsvolumen auf 700 Millionen Schilling im heurigen Jahr. Das heißt mit anderen Worten, die Forcierung erneuerbarer Energien sichert hunderte von Arbeitsplätzen in den niederösterreichischen Regionen", so Blochberger.

Die Biomassefernheizwerke liegen leistungsmäßig zwischen 120 und 3.500 Kilowatt. An Brennstoff wird jährlich ein Volumen von 220.000 Schüttraummetern Biomasse wie Waldhackgut, Rinde oder Industriehackgut und mehr als 10.000 Tonnen Stroh zur Wärmeerzeugung eingesetzt. "Man muß sich vor Augen halten", betont der Landesrat nachdrücklich, "daß wir mit unseren Fernheizwerken zehn Millionen Liter an Erdöl einsparen. Wir werden damit unabhängiger von fossilen Energieträgern. Außerdem tragen die erneuerbaren Energieträger wesentlich dazu bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren und damit das Toronto-Ziel, nämlich die Reduzierung dieser Emissionen um 50 Prozent bis zum Jahr 2010 zu erreichen." Auch in der Windenergie ist Niederösterreich Spitzenreiter in Österreich. 25 von insgesamt 33 Windkraftwerken stehen im Land unter der Enns. Ebenso wie die Biomasseheizungen soll auch die Windenergie in Zukunft weiter ausgebaut werden. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen dem Bund, den Ländern und den Energieversorgungsunternehmen über die Höhe der Förderungen und die Gestaltung der Tarife. Eine Einigung sollte in Bälde auf dem Tisch liegen.

Bei den Solaranlagen beträgt die gesamte Kollektorfläche derzeit rund 32.000 Quadratmeter, womit Niederösterreich einen bundesweiten Anteil von 20 Prozent hält. Die Poleposition hat Niederösterreich bei den Selbstbauanlagen inne, und zwar mit rund 13.000 Quadratmetern und einem bundesweiten Anteil von 40 Prozent. Weiters liegt die Leistung der Photovoltaik-Anlagen bei 250 kWp, was einem österreichweiten Anteil von etwa 19 Prozent entspricht. Ferner sind 340 Wärmepumpenanlagen in Betrieb, was einem Bundesanteil von 20 Prozent entspricht. In Niederösterreich beträgt der Anteil der erneuerbaren Energie (inklusive der Wasserkraft) am Gesamtenergieaufkommen 25 Prozent. Dieser Prozentsatz soll in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf 35 Prozent hinaufgeschraubt werden. "Unserer Umwelt zuliebe werden wir die erneuerbaren Energien zügig ausbauen. Unsere Kinder und Kindeskinder werden es uns danken", stellte Blochberger abschließend fest.

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