Frostschäden auf der Südostautobahn

Skandal-Vorwürfe sind haltlos

St. Pölten (OTS) - "Von einem Skandal kann keine Rede sein!" Entschieden werden von den Experten des NÖ Straßendienstes Vorwürfe zurückgewiesen, die vom Liberalen Forum in einer Pressekonferenz bezüglich von Frostschäden im Autobahn-Baulos "A2/A3" (Einbindung der Südost- in die Südautobahn) erhoben wurden. Das Teilstück wurde um ein Dreivierteljahr früher als geplant eröffnet, die extremen Wintertemperaturen führten zu Schäden in der Tragschicht im Ausmaß von rund 5 Prozent. Der NÖ Straßenbaudirektor Hofrat Dipl.Ing. Meinhard Stipek: "Ein Skandal wäre es gewesen, hätten wir eine andere Vorgangsweise gewählt".

Die beschleunigte Abwicklung der Grundstücksangelegenheiten im Bereich der Anbindung ermöglichte einen rascheren Baufortschritt als geplant. Die bituminöse Tragschicht konnte im gesamten Bereich fertiggestellt werden, der Verschleißbelag nur zu einem Teil. Es galt, daher, die Vorteile einer um ein Dreivierteljahr vorverlegten Eröffnung gegen ein mögliches Schadenrisiko abzuwägen. Auf Grund guter Erfahrungen in ähnlichen Fällen entschied man sich im Interesse der Verkehrssicherheit und zur Entlastung der betroffenen Gemeinden für die Verkehrsfreigabe. Eine mehrwöchige Frostperiode mit Temperaturen zwischen minus 25 und 30 Grad bedeutete allerdings eine Extrembelastung, die in einzelnen Punkten nicht verkraftet wurde. Durch Eindringen von gefrorenem Salz in die Tragschicht kam es zu Schäden, die voraussichtlich Kosten von rund 5 Millionen Schilling erfordern. Die Sanierung wurde gemeinsam mit Sachverständigen konzipiert und umgesetzt, die Kostentragung erfolgt nach den Vorgaben des Bauvertrages.

Dazu Straßenbaudirektor Stipek: "Es kann doch kein Skandal sein, wenn aufgetretene Schäden ordnungsgemäß behoben werden. Ein Skandal wäre es vielmehr, würden die Schäden ohne Behebung 'zugedeckt' werden. Und es kann kein Skandal sein, wenn ein nach dem Stand der Technik fertiggestelltes Straßenstück früher als geplant für den Verkehr freigegeben wird, um die geplagte Ortsbevölkerung zu entlasten. Ein Skandal wäre es vielmehr, müßte die Bevölkerung diese Belastungen trotz Befahrbarkeit einer Straße weiter ertragen."

Im NÖ Straßendienst sieht man in den Vorwürfen die Fortsetzung einer vor zwei Jahren begonnenen "Skandalisierungskampagne". Wurde zunächst behauptet, es seien kontaminierte Schüttungen vorgenommen worden, wurde später der gleiche Vorwurf bei der Errichtung des Schneeschutzdammes entlang der A2 in Traiskirchen erhoben. Untersuchungen der Wasserrechtsbehörde und der Staatsanwaltschaft haben die Haltlosigkeit dieser Vorwürfe bewiesen.

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