Bedeutung des Sports im EU-Vertrag verankert

Wien (OTS) - Im Hauptausschuß des Parlaments wurde heute der konsolidierte EU-Vertragsentwurf, der beim Amsterdamer Gipfel am 16./17. Juni beschlossen werden soll, vorgelegt und diskutiert. "Die Bitten der Vertreter des österreichischen Sports sind gehört worden und ich bin froh, daß sich die Österreichische Bundesregierung für den Sport im EU-Vertrag eingesetzt hat. Der Sport leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration und Persönlichkeitsbildung. Diese sozial- und gesellschaftspolitische Rolle des Sports wird durch die Erwähnung in einem eigenen Sportartikel maßgeblich erhöht." freute sich BSO-Präsident Dr. Franz Löschnak nach der heutigen Sitzung.

Er richtete diesbezüglich seinen Dank direkt an die Österreichische Bundesregierung. Diese hat bereits im Jahr 1995 zu allen Vorhaben der Unionspolitik konkrete Positionen bezogen und sich explizit für eine Aufnahme eines eigenen Artikels über den Sport -ähnlich den Grundsätzen des Kulturartikels - ausgesprochen. Die EU betrachtete bisher den Sport lediglich aus wirtschaftlicher Sicht und berücksichtigte nicht dessen gesellschaftspolitischen Stellenwert -rund ein Drittel der europäischen Bevölkerung betreibt regelmäßig aktiv Sport.

"Die bisher rein wirtschaftliche Sicht des Sports durch die EU hat wichtige Eckpfeiler zerstört. Ich erinnere an das Bosman-Urteil, an den Wegfall des Transfersystems, an den Wegfall von Ausländerklauseln, an die Frage der Zulässigkeit von Subventionen und nicht zuletzt an die Probleme im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fernsehrechten. Nun wird die EU auch den gesellschaftspolitischen Besonderheiten des Sports die entsprechende Bedeutung beimessen", schloß Löschnak zuversichtlich.

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