Die Donauinsel wird noch attraktiver

Verbund-Umweltbericht: Mehr und reineres Wasser für das Wiener Badeparadies durch das Kraftwerk Freudenau

Wien (OTS) - Das Wiener Donaukraftwerk Freudenau hat bereits
jetzt - einige Monate vor seiner Fertigstellung - außerordentlich positive Auswirkungen auf die Gewässersituation im Donauraum
der Bundeshauptstadt. Die Neue Donau profitiert durch mehr und reineres Wasser, und der von der Austrocknung bedroht gewesene Prater beginnt sich sichtlich zu erholen. Das Wiener Badeparadies und die "grüne Lunge" der Leopoldstadt werden somit für die Wienerinnen und Wiener noch attraktiver.****

Wie heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz aus Anlaß des Donaukraft-Umwelttages 1997 im Rahmen der Verbund-
Umweltwoche auf der Donauinsel in Wien bekanntgegeben wurde,
ist das sommerliche Badewasser in der Neuen Donau für täglich
rund 200.000 Menschen deutlich reiner geworden.

Die wesentlichen biochemischen sowie hygienischen Parameter der Wasserqualität in der Neuen Donau, wie Phosphat, Chlorophyll-a
oder Colibakterien, haben sich gegenüber den Untersuchungen der vergangenen Jahre zum Teil erheblich verbessert. Dies geht auch aus dem heute präsentierten Verbund-Umweltbericht 1996 hervor.

Durch den Aufstau der Donau fließt nunmehr auch mehr Wasser durch die Donauinsel unterirdisch in das Entlastungsgerinne, womit hier der Wasserspiegel um rund einen halben Meter angestiegen ist. Dies entspricht auch den ursprünglichen Planungen bei Baubeginn
der Donauinsel.

Dieses Mehr an reinem Wasser kommt insbesondere der Wiener Wasserversorgung zugute: Mit dem im Bau befindlichen neuen Grundwasserwerk "Donauinsel Nord" kann ab Beginn des
kommenden Jahrtausends hochwertiges Trinkwasser für rund
eine Viertelmillion Einwohner gewonnen werden.

Die Neue Donau hatte in der Badesaison des Jahres 1996 Badewasserqualität nach den hygienischen Gesichtspunkten der EG-Richtlinien. Die ÖNORM-Empfehlungen zu den
mikrobiologischen Kenngrößen liegen ebenfalls im Normbereich
bzw. im Bereich der tolerierten Überschreitungshäufigkeiten.

Die Nährstoffsituation hat sich in den vergangenen Jahren so deutlich verbessert, daß es 1996 nicht nötig war, die Wasserpflanzen in der Neuen Donau zu mähen. Auch heuer ist dies nicht zwingend erforderlich.

Die Empfehlung der ÖNORM M 6230 zum maximalen
Phosphorgehalt von 30 Mikrogramm pro Liter wird mit einem Gesamtmittelwert von 20 Mikrogramm in beiden Stauhaltungen
der Neuen Donau deutlich unterschritten.

Die Chlorophyll-a-Konzentration der Badesaison 1996 betrug im Mittel 3 Mikrogramm Chl-a pro Liter. Die im Wasserrechtsbescheid für das Kraftwerk Freudenau angeführten Grenzwerte von
15,3 Mikrogramm Chl-a/l wurden also bei weitem nicht erreicht,
auch nicht von Einzelwerten der Probestellen.

Seit dem Teilstau durch das Kraftwerk Freudenau im März 1996
hat sich der Wasserzustrom von der Donau zur Neuen Donau deutlich verstärkt. Der Wasserspiegel in der Neuen Donau stieg im Mittel um 40 bis 50 cm.

Aufgrund der guten qualitativen Situation ist es nicht erforderlich, diesen Zustrom einzuschränken. Die Stadt Wien hat damit die Möglichkeit, dieses Wasser für Bewässerungsprojekte in der Lobau bzw. für Maßnahmen in der Alten Donau zu verwenden.

Mit dem geplanten Vollstau, Ende November 1997, wird sich dieser Zustrom nochmals verstärken. Der mittlere Wasserspiegel kann dann um 50 bis 60 cm höher liegen als vor Teilstau.

Die Grundwasserverhältnisse im 2. und 20. Bezirk haben sich
nach dem Teilstau deutlich verbessert, die ersten Erfolge durch das Grundwassermanagement der Donaukraft, eines Unternehmens des Verbund, sind im Prater bereits erkennbar.

Seit vergangenem Winter wird zusätzlich Uferfiltrat in das Mauthner- und Heustadlwasser eingeleitet. In Zukunft wird der Schwerpunkt dieser Maßnahmen auf das Mauthnerwasser beschränkt bleiben, da im Umgebungsbereich des Heustadlwassers auf die vorhandenen Keller der Kleingartenanlagen Rücksicht genommen
werden muß.

Sämtliche Bewirtschaftungsmaßnahmen, sowohl an der Neuen
Donau als auch im 2. und 20. Bezirk, erfolgen im Einvernehmen mit der Stadt Wien, Magistratsabteilung 45-Wasserbau. Es gibt dabei eine ständige Erfolgskontrolle, die zu einer Optimierung der gewählten Maßnahmen führt.

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Tel.: (0222) 51538-4444/5444

Donaukraft

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