Endgültiges Aus für die Ennsnahe Trasse?

Sensationelles weiteres Vorkommen des Wachtelkönigs nachgewiesen

wien (OTS) - Tiefgreifende Auswirkungen auf den Konflikt um die Ennsnahe Trasse sind zu erwarten: Im Bereich des Militärflughafens Aigen konnte jetzt ein weiteres Vorkommen des bedrohten Wachtelkönigs (Crex Crex) nachgewiesen werden. Somit käme jede Straßenvariante im mittleren Talraum in Konflikt mit den Naturschutzrichtlinien der EU.

Der Wachtelkönig ist eine weltweit bedrohte Vogelart und sein Schutz muß daher an oberster Stelle stehen. Im Ennstal wurde jetzt neben dem bekannten Brutgebiet auf den Roßwiesen ein weiteres Vorkommen nachgewiesen. "Bei einer Inspektion habe ich von einer Wiese zwischen Enns und Fliegerhorst Aigen die Rufe von vier Männchen gehört", erzählt Mag. Harald Matz, Naturschutzbeauftragter für den Bezirk Liezen. "Das ist ein klarer Beweis, daß der Wachtelkönig dort brütet."

Doch dieses Brutgebiet ist derzeit akut bedroht, weil die betroffenen Wiesen gerade gemäht werden. "Wir appellieren an Bauern und Naturschutzbehörde, die Mähungen sofort einzustellen.

Nur so hat der Wachtelkönig eine Chance zu überleben", so Stefan Moidl vom WWF.

Dieses neue Vorkommen des seltenen Vogels ist ein Beweis für das enorme ökologische Potential des mittleren Ennstales. "Damit ist auch klar, daß jede Straßenvariante im mittleren Talraum, also die Ennsnahe Trasse sowie die diskutierten kleinräumigen Südumfahrungen, im Widerspruch zu den Naturschutzrichtlinien der EU stehen", betont Moidl. Der WWF erneuert die Forderung nach einem bestandsnahen Ausbau der B 146 als natur- und menschenschonende Alternative.

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