Restrukturierung des Österreichischen Forschungszentrums Seibersdorf: Seibersdorf liegt auf Kurs!

Offensive und defensive Maßnahmen gesetzt, um wettbewerbsfähig sein zu können - Die Transformation vom ehemaligen gemeinnützigen Forschungszentrum zum wissensbasierten, gewinnorientierten Forschungs- und Forschungsanwendungsunternehmen ist im vollen Gang.

Wien (OTS) - Das Österreichische Forschungszentrum Seibersdorf (ÖFZS) liege mit seinen Restrukturierungsmaßnahmen völlig auf Kurs. Sowohl die strategische Neuausrichtung als auch die notwendigen organisatorischen Maßnahmen seien abgeschlossen. Die Transformation des Unternehmens vom ehemaligen gemeinnützigen Forschungszentrum zum wissensbasierten und gewinnorientierten Forschungs- und Forschungsanwendungsunternehmen sei im vollen Gang. Zudem komme noch die erfreuliche Tatsache, daß sich die strategische Neuorientierung des ÖFZS auch mit dem neuerarbeiteten Technologie- und Forschungspapier der Bundesregierung decke. Dies erklärte heute Dr. Anton Stumpf, Sonderbevollmächtigter für den kaufmännischen Bereich im ÖFZS.

Die Hintergründe für die Restrukturierungsmaßnahmen in Seibersdorf waren, das Leistungsangebot an die Marktbedürfnisse anzupassen, sich inhaltlich zu erneuern, die Bilanz des Unternehmens zu verbessern und schließlich die betriebswirtschaftliche Leistung im Sinne der Erwartung von Eigentümer und Aufsichtsrat ebenfalls zu erhöhen. Sämtliche eingeleiteten Schritte und Maßnahmen der Geschäftsführung stehen im Einklang mit Beschlüssen des Aufsichtsrates.

Reengineering von Seibersdorf: Organisation völlig neu!

Die Unternehmensgliederung des ÖFZS wurde völlig neu gestaltet. Es wurden drei Unternehmensseiten gebildet, wobei die bisherige Geschäftstätigkeit des ÖFZS, nämlich die angewandte Forschung nunmehr eine Unternehmenseinheit bildet. Daneben wurden die Unternehmenseinheiten "Forschungsanwendnung" und "Technologieberatung" angesiedelt. Bei der "Forschungsanwendung" geht es primär darum, Innovationen und zur Serienreife gelangte Forschungsergebnisse zu vermarkten. Die "Technologieberatung" wird die Schnittstelle des ÖFZS zu den bestehenden und künftigen Auftraggebern.

Ebenfalls völlig neu definiert und aufgeteilt wurde die Unternehmenseinheit der "Angewandten Forschung", das bisherige "Stammgeschäft" von Seibersdorf. In diesem Bereich wird man sich künftig auf Kernkompetenzen im Forschungsbereich konzentrieren und auf zukunftsträchtige Forschungsbereiche setzen.

Kernbereich wird ausgegliedert und möglichst rasch stillgelegt

Eine wesentliche Perspektive des neuen Seibersdorf wird die Ausgliederung der kerntechnischen Bereiche sein. In Abstimmung mit diesbezüglichen Absichten der Bundesregierung sollen die kerntechnischen Bereiche nach der Ausgliederung möglichst schnell stillgelegt werden.

Neben diesen offensiven Maßnahmen zur notwendigen Wettbewerbsfähigkeit am Markt mußten von der Geschäftsführung aber auch leider defensive Schritte gesetzt werden. Um die Bilanz zu sanieren, marktorientierte Maßnahmen und Investitionen zu tätigen und damit zur dringenden Zukunftssicherung des Unternehmens beitragen zu können, wäre es notwendig, rund öS 100 Mio. jährlich einzusparen. Diese Notwendigkeit hat u.a. dazu geführt, den Personalstand des Unternehmens nunmehr um rund 100 Personen zu reduzieren. Der Personalabbau ist vor allem durch Ausgliederungen von bisherigen Organisationseinheiten notwendig geworden und von sogenannten Änderungskündigungen gekennzeichnet - Merkmale der Tätigkeiten von Miarbeitern haben sich verändert. Wie die Geschäftsführung dazu erklärt, werde man versuchen, diese schmerzliche Zäsur durch einen mit der Personalvertretung auszuhandelnden Sozialplan zu lindern.

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