Habsburg: Ethikkommission beibehalten

Fragen der Gentechnik können nicht nur technokratisch behandelt

Wien (OTS) - werden =

Am 31. Juli 1997 läuft das Mandat der "Beratergruppe
für Fragen der Ethik in der Biotechnologie" aus. Nach den derzeitigen Informationen hat die Kommission der EU (der die Beratergruppe untersteht) die Absicht, das Mandat nicht weiter zu verlängern. Karl Habsburg machte bereits vor der Diskussion im Plenum des Parlamentes am Freitag klar, daß eine derartige Vorgehensweise nicht akzeptiert werden kann. "Gerade Fragen wie Gentechnik und Patentierung biotechnologischer Erfindungen müssen in hohem Maß nach ethischen Gesichtspunkten behandelt werden. Rein technokratische Entscheidungen sind das Gegenteil dessen, was man unter bürgerfreundlicher Verwaltung versteht." Wie der christlich-konservative Europaparlamentarier erklärte, gehe es aber nicht nur um eine Verlängerung des Mandates dieser Beratergruppe. "Das Europäische Parlament muß in Zukunft bei der Bestellung und bei den inhaltlichen Vorgaben dieser sogenannten Ethikkommission eingebunden werden."

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