Neue Informationen über Tod der UN-Soldaten auf den Golan-Höhen.

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 24/97 (12.6.1997)

Wien (OTS) - * Gewehre der Österreicher waren nur "halbgeladen".

* Streifensoldaten müssen nach wie vor ohne scharfe Waffe auf Patrouille gehen.

Die morgige Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS berichtet über neue Informationen zum Tod der beiden österreichischen UN-Soldaten auf den Golan-Höhen. Laut NEWS behaupten Mitglieder des österreichischen UN-Bataillons, daß nach einem tödlichen Zwischenfall beim "Spielen" mit der Waffe im Februar im österreichischen UN-Camp eine Regel gilt, nach der die Waffen der österreichichen Soldaten kein angestecktes Magazin mehr aufweisen dürfen. Damit wären die Waffen der Österreicher in der Krisenzone nicht einsetzbar.

Recherchen von NEWS haben nun ergeben, daß bei den österreichischen Golan-Soldaten tatsächlich folgende Regeln gelten:

Auf den Stützpunkten selbst - also in der Kaserne - dürfen die Gewehre der Soldaten seit März dieses Jahres kein angestecktes Magazin mehr enthalten, um tödliche Zwischenfälle beim "Spielen" mit der Waffe zu vermeiden. Tatsächlich war ein UN-Soldat getötet worden, als sein bester Freund im Februar aus Spaß auf ihn anlegte.

Im Streifendienst sind die Waffen der Österreicher - wie der Kommandant des Bataillons bestätigt - nur "halbgeladen". Das heißt:
Die Österreicher können mit den Waffen nicht sofort zurückschießen, sondern müssen ihr Gewehr vor dem Schuß repetieren. Laut Österreich-Kommandant ist das eine bei der UNO übliche Vorgangsweise.

Eine Untersuchungskommission soll nun klären, ob die österreichischen Soldaten bei dem tödlichen Zwischenfall ihr Magazin an der Waffe angesteckt hatten oder ob sie tatsächlich - wie unter anderem von einem Offiziers-Stellvertreter behauptet wird - mit einem nicht geladenen Gewehr auf Streife waren.

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