Korrektur zu OTS 0124: LIF Pöschl: "Wien bleibt in Sachen Radverkehr weiter ein Entwicklungsland!"

Radoffensive 1997 der Wiener Stadtregierung ist Etikettenschwindel

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Wien (OTS) Die Radoffensive 1997 der Wiener Stadtregierung bezeichnete der stellvertretende Klubvorsitzende der Wiener Liberalen Hanno Pöschl als "Ettikettenschwindel". 7,4 Millionen Schilling, die dafür zur Verfügung gestellt werden, würden ausschließlich für Werbung in den "hauseigenen" SPÖ Medien und Meinungsumfragen und nicht für Verbesserungen für Radfahrer in Wien ausgegeben.

Bemerkenswert fand Pöschl die Entwicklung des Radwegebudgets, das offensichtlich willkürlichen Schwankungen unterliege. 1996 stünden, so Pöschl, nur 7,9 Millionen - fast der gleiche Betrag, der heuer für Werbezwecke ausgegeben wird - für die gesamte Radverkehrsplanung zur Verfügung. Das diesjährige Budget von rund 30 Millionen Schilling könnte um knapp 25 Prozent erhöht werden, wenn die Werbemittel für attraktive Radwege verwendet werden.

Der heutige Beschluß im Gemeinderats-Ausschuß beweise wieder einmal, so Pöschl, daß die derzeitige Politik der Stadt Wien eine reine "Augenauswischerei" sei.

Pöschl stellte den Maßnahmenkatalog des Liberalen Forums für den Radverkehr in Wien vor:

. Mehr Budgetmittel für Radverkehrsplanungen und kontinuierliche Steigerungen.
. Ausbau des Radverkehrsnetzes, bevorzugt in Form von Radstreifen und Mehrzweckstreifen. Auf Hauptverkehrsstraßen als Radwege.
. Mindeststandards bei der Gestaltung von Radverkehrsanlagen, besondere Berücksichtigung von Kreuzungen.
. Sanierung der bereits bestehenden, mangelhaften Radverkehrsanlagen, wie z.B. Praterstraße.
. Öffnung der Einbahnstraßen für RadfahrerInnen, Kennzeichnung durch Bodenmarkierungen.
. Ganztägige Gratisbeförderung von Fahrrädern in der U-Bahn.
. Mehr Abstellplätze für Fahrräder im öffentlichen Raum.
. Verbindliche Regelungen von Stellplätzen für Fahrräder bei Neubauten.

Dieses Maßnahmenpaket für Radfahrer wurde vom Liberalen Forum im Gemeinderat eingebracht und wird derzeit inhaltlich mit den zuständigen Magistratsabteilungen verhandelt.

Die zur Zeit anstehende Änderung der Straßenverkehrsordnung in Bezug auf Skater werde höchstwahrscheinlich diese Verkehrsteilnehmer auf den Radverkehrsanlagen legalisieren so Pöschl. "Durch die Zustimmung zum Antrag des Liberalen Forums in der letzten GR-Sitzung wird bei einer Novelle der StVo aber auch ein größeres Budget zur Verfügung stehen und auch die Sanierung bzw. die Neugestaltung der Radwege wird sich an der geänderten Situation orientieren" so Pöschl über den Erfolg der Liberalen für den Radverkehr.

Das Ziel des Liberalen Forums sei, den Radverkehrsanteil in Wien zu erhöhen, erklärte Pöschl. Die Stadt Wien hätte sich bis 2010 für eine Verdopplung des derzeitigen Verkehrsanteils von 3% ausgesprochen, dies wurde auch im Verkehrskonzept im Gemeinderat beschlossen. Durch die derzeit geringen Mittel für Sanierung und weiteren Ausbau der Radwege könne dieser Gemeinderatsbeschluß niemals erreicht werden, so Pöschl abschließend.

(Schluß)

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