Euro-Aktion der Graben-Kaufleute:

Doppelte Preisauszeichnung als "Blick in die Zukunft"

Wien (OTS) - Ab Donnerstag, dem 12. Juni 1997, steht der Wiener Graben vier Wochen lang im Zeichen des Euro. 35 führende Unternehmen der traditionsreichen Einkaufsstraße bieten ihren Kunden - und nicht zuletzt auch sich selbst - einen "Blick in die Zukunft": Im Rahmen der Service- und Informationsaktion werden Preise in Schiling und Euro ausgezeichnet, Informationsmaterial verteilt und die Reaktionen der Käufer und Passanten studiert. Ab 23. Juni steht dann auch ein eigens eingerichteter Info-Corner der Ersten österreichischen Spar-Casse Bank am Graben zur Verfügung. Die Initiative der Graben-Kaufleute wird von der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich unterstützt.

"Die Zukunft hat schon begonnen", begründet Graben-Obmann Friedrich Jonak. "Ware für 1999 wird der Handel vermutlich ab Herbst nächsten Jahres zumindest teilweise bereits in Euro einkaufen und daher in Euro kalkulieren müssen." Mit der Aktion soll die Sensibilität der Unternehmen für die im Zuge der Umstellung erforderlichen Schritte gesteigert werden. "Für den einzelnen Unternehmer ist es wichtig, seine Euro-Chancen rechtzeitig zu erkennen und zu nutzen", ergänzt der Präsident der Wiener Handelskammer, Walter Nettig.

Basis der Umrechnung ist der aktuelle Kurs des Ecu (Stichtag 6. Juni), wobei die Preise auf 10 Euro-Cent abgerundet wurden. "Wir wollen unseren Kunden ein Gefühl für Größenordnungen und Preisgefüge in Euro vermitteln", betont Graben-Kaufmann Dr. Peter Bernert, der Initiator der Aktion. Auf "spielerische" Elemente wie fingierte Euro-Münzen oder ähnliches (wie zuletzt in Berlin) wurde daher bewußt verzichtet. Die Bandbreite der beteiligten Unternehmen entspricht dem hochwertigen und vielfältigen Angebot am Wiener Graben: von Mode, Tischkultur, Uhren und Schmuck, Geschenkartikeln und Spielwaren, Optik, Büchern und Elektronik bis zu Apotheke, Kaffeehaus und Trafik. Zumindest 1,5 Millionen Menschen werden nach einer - auf Passantenzählungen basierenden - konservativen Schätzung durch die "Praxissimulation" der Graben-Kaufleute direkt mit dem Euro in Kontakt kommen.

Daß die Anfang des Jahres beschlossene Service-Aktion just zu einem Zeitpunkt startet, da vielerorts über eine Verschiebung der Euro-Einführung spekuliert wird, sehen die Graben-Kaufleute nicht als problematisch: "Wir gehen davon aus, daß der Euro-Zeitplan hält. Und stellen - als ordentliche Kaufleute - die Weichen für die Zukunft."

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