Wien: Katholische Kirche bewirbt sich um Privatradio

Schönborn beantragt Spartenradio

Wien (OTS) - Zeitgerecht im Rahmen der bis 12. Juni laufenden
Frist hat die Katholische Kirche ein religiöses Spartenradio für den Raum Wien beantragt. Dies gab heute Erzbischof Dr. Christoph Schönborn bekannt. Erzbischof Schönborn hat dafür die kirchliche "Stiftung Radio-Stephansdom" ins Leben gerufen, die als Antragsteller auftritt und das Radio betreiben soll. ++++

"In der ganzen freien Welt werden den Kirchen die Möglichkeiten des Radios nicht verwehrt, ich weiß nicht, warum es in Österreich anders sein sollte", ist Schönborn zuversichtlich, daß das Spartenradio eine Lizenz erhalten wird.

Der beabsichtigte Sender ist als nichtkommerzielles Spartenradio nicht auf die Erzielung von Gewinnen gerichtet und strebt durch seine Einnahmen lediglich Kostendeckung an, heißt es im Lizenzantrag. Und weiter: "Der Sender versteht sich als sinnvolle Ergänzung einer neu entstehenden Privatradiolandschaft. Das Programm will den Hörer zu kurzem Innehalten und seelischem Auftanken in der Tageshektik einladen. Es soll den Radiohörern eine Oase für Ohr und Seele sein, abseits der permanenten Hektik und ohne lärmende Discjockeys."

Mit der Geschäftsführung der Stiftung wurde Mag. Wolfgang Bergmann beauftragt, der als Entwickler kirchlicher Medienprodukte über umfangreiche wirtschaftliche und organisatorische Erfahrung mit Medien und Medienprojekten verfügt, so zuletzt beim Aufbau des neuen Kirchenmagazins "Dialog". Man setze, so Bergmann, bewußt auf ein "softlistening" Format, weil sich "der Radiobereich immer mehr zu einer Hochgeschwindigkeitsszene entwickelt". Darum werde der Wortanteil des Senders tagsüber gering gehalten. Maximal 20 % werden mit Kurzbeiträgen, Meditationen, Gedanken und Moderationen gefüllt. Ab 18 Uhr erhöht sich der Wortanteil durch die Programmierung von "phone in"-Sendungen, die Lebenshilfe, geistige Orientierung und Lebensberatung bieten werden und eine Dialogzone bilden.

Bergmann rechnet fest mit einer Lizenzzuteilung im Herbst. "Sechs Monate später werden wir startklar sein", kündigt Bergmann abschließend an.

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