Exporte nach Indonesien boomen

1996 stiegen Österreichs Lieferungen um mehr als 30 Prozent Wiederwahl Präsident Suhartos läßt Kontinuität erwarten

Wien (PWK) - Indonesien mit seinem dynamischen Wirtschaftswachstum (1996: 7,8 Prozent) zählt berechtigterweise zu den Hoffnungsmärkten für österreichische Exporte. 1995 konnten Österreichs Lieferungen einen 47-prozentigen Anstieg verzeichnen, in den ersten neun Monaten des Jahres 1996 stiegen sie erneut um 31 Prozent. Für die Ganzjahresperiode 1996 sei mit Ausfuhren in der Höhe von rund 2,5 Mrd. Schilling zu rechnen, berichtet der Außenhandelsdelegierte der Wirtschaftskammer Österreich in Jakarta, Oskar Andesner. ****

Die österreichisch-indonesischen Wirtschaftsbeziehungen sind durch ein traditionelles Handelsbilanz-Aktivum zugunsten Österreichs gekennzeichnet, das 1996 weiter ausgebaut werden konnte. Für die ersten neun Monate 1996 errechnete ÖStat einen Anstieg der Importe aus Indonesien um 18 Prozent, für das Gesamtjahr dürften die Einfuhren etwa 1,1 Mrd. Schilling betragen.

Besondere Exporterfolge konnte Österreich 1996 im Maschinenbereich und bei bearbeiteten Waren verzeichnen. Allen voran lieferte die österreichische Industrie Papier- und Zellstoffanlagen nach Indonesien, aber auch Anlagen zur Energiegewinnung und -verteilung, für die Stahlproduktion sowie zur Bearbeitung von Metallen fanden steigenden Absatz. Chancen für österreichische Firmen ortet der Handelsdelegierte ebenso im Gesundheits- und Ausbildungswesen sowie bei Infrastrukturprojekten.

Bei den Importen aus Indonesien ist eine deutliche Verlagerung von landwirtschaftlichen Produkten zu verarbeitenden Waren erkennbar. Die wichtigsten Importprodukte waren 1996 Bekleidung und Textilien - sie machten 32 Prozent der Gesamtimporte aus -, Schuhe (15 Prozent), Nachrichtengeräte (6 Prozent) sowie Kaffee und Rohkautschuk.

Indonesien halte sich stark an die von der Weltbank aufgestellten wirtschaftspolitischen Ziele, um weiterhin als kreditwürdiges Entwicklungsland zu gelten, erklärt Andesner. "Sämtliche internationalen Bewertungsgesellschaften kommen zu dem Urteil, daß -sofern die politischen Rahmenbedingungen nicht ins Negative umkehren - Indonesien durch effiziente Inanspruchnahme ausländischen Kapitals, Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen und weitere Liberalisierungen sehr schnell den Sprung zu einem aufstrebenden Schwellenland schaffen und sich im Klub der kleinen Tigerstaaten etablieren wird".

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Dkfm. Friedrich Kuen

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