OeNB - Klarstellung zur Verteilung der Notenbankgewinne

Wien (OTS) - =Zu der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 5. Juni 1997 und des weiteren von Herrn Dr. Haider kolportierten Angaben
über die Verteilung der Notenbankgewinne stellt die Oesterreichische Nationalbank klar:=

Die Oesterreichische Nationalbank muß im
Gegensatz zu der von Dr. Haider vertretenen These an die Europäische Zentralbank keine Geldschöpfungsgewinne "abtreten". Die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angegebenen rund 35
Mrd S, die als Umverteilungseffekte auftreten könnten, sind
nach Berechnungen der OeNB jedenfalls als weit überhöht
anzusehen.

Die in dem oben angeführten Artikel verbreiteten Daten sind nicht nachzuvollziehen, da aufgrund der zahlreichen
Unbekannten, die derzeit noch zu diesem Themenkomplex
vorliegen, es praktisch unmöglich ist irgendwelche zahlenmäßige Angaben hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Österreich zu treffen. So hängt die Verteilung der Notenbankgewinne direkt
mit der Anzahl der Teilnehmer und dem Teilnehmerkreis an der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zusammen. Auch ist die Nachfrage nach Notenbankgeld, die den Gewinn der Notenbanken maßgeblich beeinflußt, für die WWU nicht vorherzusagen. Darüber hinaus werden in den Arbeitsgruppen des Europäischen Währungsinstituts (EWI) derzeit Maßnahmen, die die
Negativeffekte in der Übergangszeit minimieren sollen,
diskutiert.

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