Horror-Unfallbilanz der Vorwoche - KfV kritisiert vehement Beschneidung des "Sicherheitspakets"

33 Verkehrstote müssen zu denken geben!

Wien (OTS) - 33 Verkehrstote auf Österreichs Straßen, 20 davon am Wochenende - so die katastrophale Bilanz der Woche vom 2. bis 8. Juni 1997. Für das Kuratorium für Verkehrssicherheit 33 neue Gründe, die für die Umsetzung des kompletten Verkehrssicherheitspakets sprechen und daher auch Veranlassung für erneute Kritik an der Beschneidung des ursprünglichen Maßnahmenkatalogs sind.

Durch die noch vorhandenen "Rudimente" an Maßnahmen könne, so das KfV, von einer zu erwartenden Erhöhung der Verkehrssicherheit kaum mehr die Rede sein - im Gegenteil: "Moped ab 15" und "Motorrad mit B-Führerschein" würden nach Ansicht der KfV-Experten ihre fatalen Spuren in der Unfallstatistik hinterlassen.

Letzter Hoffnungsschimmer sei allerdings die umfassende Umsetzung der 0,5 Promille-Grenze. "Wer auch hier noch gegen die Sicherheit arbeitet, trägt die Mitverantwortung für das weitere Ansteigen der Unfallzahlen", so das KfV. Der Zeitraum 1. Jänner bis 8. Juni 1997 zeigt bereits eine drastische Verschlechterung der Unfallbilanz:
vorläufig bereits 423 gegenüber endgültig 386 Verkehrstoten im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+ 9,6 %!).

Besonders tragisch an der Bilanz der Vorwoche: Zahlreiche ungeschützte Verkehrsteilnehmer kamen unter die Räder. 9 einspurig Motorisierten, einem Radfahrer und einem Fußgänger wurde die fehlende Knautschzone zum Verhängnis. Und: Der rege Wochenend-Ausflugsverkehr forderte 20 Todesopfer auf Österreichs Straßen. Ein Ergebnis, das sogar die erschreckende Pfingstbilanz '97 mit 17 Verkehrstoten (gegenüber 5 im Vorjahr) in den Schatten stellt. Hauptunfallursache war - in 16 Fällen - nichtangepaßte Geschwindigkeit. Sechs Personen waren nicht angegurtet.

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