Architekten fordern Reform der Bauträgerwettbewerbe

Die zentralen Anliegen sind: Anonymität der Teilnehmer, Unabhängigkeit der Jury und verstärkte Öffentlichkeit

Wien (OTS) - Die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland strebt eine Verbeserung der vor rund zwei Jahren von Wohnbaustadtrat Werner Faymann eingeführten Bauträgerwettbewerbe an. Hauptschwachstellen des bisherigen Verfahrens sind die mangelnde Anonymität der Teilnehmer, die nicht garantierte Unabhängigkeit der Juroren und die vernachlässigte Ankündigung und Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse.

Die Architektenkammer fordert gegenüber dem jetzigen Zustand:
* Die Anonymität der Wettbewerbsteilnehmer (Bauträger und

Architekten).
* Die Unabhängigkeit und Objektivität der Jury. (Es geht nicht an,

daß etwa ein Jurymitglied gleichzeitig auch Wettbewerbsteilnehmer ist.)
* Den Wechsel der Jurymitglieder nach einem Rotationsprinzip.

Eine schleifende Rotation innerhalb von zwei Jahren wäre sinnvoll. * Die Reduktion der Zahl der Jurymitglieder.
* Eine verstärkte Öffentlichkeit. Die Ergebnisse sollten in

entsprechend angekündigten Ausstellungen, inklusive dem schriftlichen Juryprotokoll, präsentiert werden.
* Die Dokumentation des Geschehens. Kataloge und Broschüren

dokumentieren das Verfahren breiter und langfristig und bilden damit die Grundlage für die Untersuchung zukünftiger Planungsgrundlagen.

Rückfragen & Kontakt:

Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
für Wien, Niederösterreich und Burgenland
Architekt Georg Baldass, Rudolf Gitschthaler
Tel.: 505 95 16, 533 17 13

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