Österreich: Blutspenden - nicht gefährlich, rettet aber Leben Wien (ÖRK) - Blut - seit 1988 wird es offiziell als Medikament geführt. Jeder kann sehr schnell durch einen Unfall oder eine

Operation in die Lage kommen, dieses Medikament zu benötigen. Bis zu 2.500 Blutkonserven werden täglich in Österreich verbraucht. Gerade in der Urlaubszeit werden sie oft knapp. Einerseits sind viele Spender nicht erreichbar, andererseits gibt es im
Reiseverkehr mehr Unfälle. Um beispielsweise einen verunglückten Motorradfahrer zu versorgen, der einen Leberriß erlitten hat, sind bis zu 60 Blutkonserven nötig.

Das Österreichische Rote Kreuz versorgt 90 % der österreichischen Spitäler mit Blut. "Höchstmögliche Qualität des Blutes und Sicherheit für Spender und Empfänger können wir garantieren", sagt Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mayr, medizinischer Leiter der Blutspendezentrale des Österreichischen Roten Kreuzes für Wien, Niederösterreich und Burgenland. "Abnahme und Verarbeitung unterliegen strengsten medizinischen Richtlinien. Das Österreichische Rote Kreuz wiederum liegt dabei im internationalen Spitzenfeld."

Spender müssen eine Spende-Karte ausfüllen und zusätzlich Fragen eines Arztes oder einer diplomierten Krankenschwester beantworten. Erst dann wird über eine Spende entschieden. Diese dauert nur wenige Minuten und ist für gesunde Menschen leicht zu verkraften. Speziell geschultes Personal überwacht die Entnahme von 450 ml
Blut aus der Armvene. Es wird ausschließlich steriles Einweggerät verwendet.

Jede einzelne Blutkonserve wird in den Labors des Roten Kreuzes
mit aufwendigen Tests genau untersucht, bevor es an die Spitäler geliefert wird. Blutgruppe, Rhesusfaktor und Hämoglobinwerte
werden bestimmt, unter anderem Untersuchungen auf HIV, infektiöse Gelbsucht (Hepatitis B und C) sowie Syphilis durchgeführt. Bei Verdacht auf Erkrankungen wird der Spender benachrichtigt.

"Die Ansteckungsgefahr mit HIV oder anderen Infektionen ist beim Spenden ausgeschlossen", so Prof. Mayr. "Unfälle oder Verletzungen kommen schnell und unerwartet. Jeder kann davon betroffen sein. Blutspenden ist nicht gefährlich und es tut auch nicht weh - aber es rettet Leben!"

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9.6.1997

RK/Gesundheitsredaktion

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