Gewerbeverein: ÖBB soll ihre mangelnde Kernkompetenz verbessern

Wien (OTS) - Sonderbar mutet es an, wenn ÖBB-Generaldirektor Draxler und mit ihm sein Aufsichtsrat nunmehr den Gewerbetreibenden ins "Handwerk pfuschen" will.

Jeder Jungstudent der Wirtschaftsuniversität weiß heute, daß man sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren sollte, wenn man im Geschäft Erfolg haben will. Neue Geschäftsfelder sollte nur der eröffnen, der dazu auch fähig ist - so der Präsident des österreichischen Gewerbevereins, Prof. Friedl Bakalowits.

Daß die ÖBB in ihrer Kernkompetenz verglichen zur Deutschen Bahn und zur Schweizer SBB stark rückständig ist, hätte der neuernannte -und unnötig erweiterte - Vorstand und sein Aufsichtsrat in den Monatsheften des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts nachlesen können.

Daß die ÖBB nicht einmal Randbereiche ihres Kerngeschäftes beherrscht, kann jeder Bahnkunde nachprüfen:

+ Die ÖBB ist nicht fähig die Kilometerangaben zwischen zwei identen Bahnhöfen bei identer Fahrstrecke auf zwei an verschiedenen Ausgabestellen verkauften Tickets exakt anzugeben (Differenz zehn Prozent). Daraus liegt der Schluß nahe, daß das EDV-System der ÖBB nicht funktioniert; mit allen Konsequenzen, die daraus für den Kunden entstehen.

+ Sollte vielleicht die ÖBB auch noch auf die verstiegene Idee kommen, ihre Presseabteilung als Konkurrenz zur privatwirtschaftlichen PR-Branche etablieren zu wollen, kann man dem nur gelassen entgegensehen. Kundenabfragen - sogar von Presseleuten -bleiben einfach unbeantwortet.

Die ÖBB, die seit jeher und auch weiterhin in einem geschützten Bereich arbeitet, kann man nur den Rat geben, Qualität im Kernbereich anzustreben. Es entspricht nicht den Regeln des Fairplay aus einer geschützten Nische heraus, in den Wettbewerb mit Gewerbetreibenden zu treten, denen der rauhe Wind der Konkurrenz ins Gesicht bläst.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gewerbeverein
Tel.: 587 36 33

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGV/OTS