Kurzreiter: Sektenproblem darf nicht übersehen werden

Niederösterreich, 6.6.97 (NÖI) LAbg. Franz Kurzreiter wies heute darauf hin, daß das Sektenproblem nicht übersehen werden dürfe. So tendiere immer mehr Jugendliche dazu, einer Sekte beizutreten, ohne die Gefahren, die damit verbunden sind, zu
sehen. Die Gründe für die Flucht zu einer solchen Organisation sind häufig Schul- und Arbeitsstreß, Bindungsängste, Familienauflösung, Beschäftigungslosigkeit, Zukunftsängste
sowie fehlende Eigenverantwortung und zu wenig
Selbstwertgefühl, stellte heute LAbg. Franz Kurzreiter
fest.****

Oftmals erkennen die neuen Sektenmitglieder nicht, daß die Sekte, in die sie sich gerade geflüchtet haben, nichts anderes will, als sie finanziell, politisch und menschlich abhängig zu machen. "Aufgabe der öffentlichen Hand muß sein, nicht nur Symptome, sondern vor allem die Ursachen zu bekämpfen. Unsere Hauptprämisse muß daher Prävention und Information lauten. Gefährdete Gruppen müssen rechtzeitig über die Folgen, die mit Sekten verbunden sind, informiert werden. Jene Menschen, die
bereits Opfer einer Sekte geworden sind, müssen beraten und unterstützt werden", so der Abgeordnete weiter.

Auf Initiative der NÖ-Volkspartei und der Landesstelle für Sektenfragen werden in diesem Sinne Enqueten und
Diskussionsrunden veranstaltet. Es freut mich daher besonders,
daß ich heute im Kloster Pernegg an einer derartigen
Veranstaltung teilnehmen kann. Information und Aufklärung
können bereits ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Sektenproblematik sein, betonte Kurzreiter,

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