Vier Pfoten protestieren aufs Schärfste gegen Einfuhrgenehmigung für Hunde aus dem Osten

Wien (OTS) - Ein einfacher Antrag an das Gesundheitsministerium,
ein tierärztliches Zeugnis, Herkunftsort und Name des Züchters - das ist alles was man braucht, um Welpen auf legalem Weg nach Österreich zu importieren.

Hundeschmuggel gehört an den Grenzen Österreichs zum traurigen Alltag. Der Tierschutzverein VIER PFOTEN bekämpft schon seit langem diese unglaubliche Tierquälerei. Georg Swoboda, VIER PFOTEN: "Die Welpen werden unter unglaublichen Bedingungen gezüchtet. Sie werden viel zu früh von der Mutter getrennt. Dadurch kommt es zu einer höheren Anfälligkeit für Krankheiten, da sie nicht die lebensnotwendigen Antikörper durch die Muttermilch aufnehmen können. Auf Grund der unhygienischen Bedingungen besteht für die Hunde eine extreme Ansteckungsgefahr."

Hunde bis zu zwölf Wochen können ohne jegliche Impfung auch aus Nicht-EU-Staaten ganz legal nach Österreich importiert werden. Aus diesem Grund werden hauptsächlich junge und ungeimpfte Welpen eingeführt. Viele dieser Tiere leiden an Krankheiten - wie zum Beispiel Piroplasmose. Diese Krankheit kommt in Österreich normalerweise nicht vor, kann aber von den Osthunden eingeschleppt werden. Krankheitsüberträger sind Zecken, der Parasit schädigt die Blutkörper.

Die Piroplasmose kann nur durch einen Blutabstrich festgestellt werden, und passiert deshalb die Grenzen Österreichs ungehindert. Der Impfstoff für diese Krankheit ist bei uns nicht erhältlich, man braucht für die Einfuhr sogar eine Sondergenehmigung.

Georg Swoboda, VIER PFOTEN: "Die Behandlungkosten für Piroplasmose und andere Krankheiten wie zum Beipiel Staupe, oder Katzenseuche übersteigen die Anschaffungskosten der Hunde oft um ein vielfaches. Es wäre billiger sich gleich in Österreich einen Hund zu kaufen."

Der Tierschutzverein VIER PFOTEN protestiert aufs schärfste gegen die Bewilligung dieser Hunde-Importe aus dem Osten. Georg Swoboda:
äDie Welpen werden tierquälerisch gezüchtet, viele sterben in den ersten Wochen oder werden umgebracht, weil sie nicht die "perfekten" Merkmale eines Rassehundes aufweisen. Außerdem werden die Welpen durch die brutale Haltung in diesen Hundefabriken schwer verhaltensgestört oder sie überleben den langen Transport ins Ausland nicht."

Weitere Informationen, Mag. Ingrid Haunold, (01) 524 45 45 DW 33; oder 0664/30 86 303
Georg Swoboda, (01) 524 45 45 DW 35

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF/OTS