Bank Austria stellt richtig

Wien (OTS) - Die gesamte auf politischer Ebene stattfindende Diskussion über die Gesellschafterstruktur der Bank Austria droht der Reputation des Wirtschaftsstandortes Österreich kaum wiedergutzumachenden Schaden zuzufügen.

Mit aller gebotenen Deutlichkeit ist festzustellen, daß weder die Organe der AV-Z noch der Bank Austria jemals relevante Tatsachen verschwiegen haben oder "Geheimabkommen" abgeschlossen haben und daß alle Beschlüsse in der vom Gesetz und der jeweiligen Satzung vorgeschriebenen Form zustande gekommen sind.

Zum zwischen der AV-Z und der WestLB vereinbarten wechselseitigen Vorkaufsrecht auf BA-Aktien stellen wir fest:

Im Dezember 1995 wurde anläßlich einer Kapitalerhöhung die WestLB 10 %-Aktionär an der Bank Austria. Damals wurde zwischen der AV-Z und der WestLB zur Festigung der beiderseitigen strategischen Interessen ein wechselseitiges, internationalen Usancen entsprechendes Vorkaufsrecht vereinbart.

Diese privatrechtliche Vereinbarung wurde in allen dafür zuständigen Gremien beschlossen.

Anläßlich des Anteilserwerbs an der Creditanstalt durch die Bank Austria hat sich die AV-Z im Kaufvertrag verpflichtet, ihre Anteile am stimmberechtigten Kapital der Bank Austria innerhalb von 5 Jahren auf unter 25 % zu reduzieren.

Die Art und Weise zur Absenkung des AV-Z Anteiles wurde nicht zwingend vorgeschrieben. Die Reduktion wird durch das Umtauschangebot von CA-Aktien in BA-Aktien und die Nichtteilnahme der AV-Z an künftigen Kapitalerhöhungen sowie durch den Umtausch von Vorzugsaktien der Bank Austria in Stammaktien erreicht werden. Ein Verkauf von Bank Austria Aktien durch die AV-Z stand nicht zur Diskussion und daher auch nicht das Vorkaufsrecht der WestLB. Im übrigen endet das wechselseitige Vorkaufsrecht im Jahr 2001.

Überdies sieht das Bankwesengesetz bei substantiellen Anteilsveränderungen an inländischen Kreditinstituten ein Vetorecht des Bundesministers für Finanzen vor.

Die AV-Z und die Bank Austria werden die im Kaufvertrag über die CA-Anteile eingegangenen Verpflichtungen wie bisher auf Punkt und Beistrich erfüllen, womit auch der Rückzug der AV-Z im vorgesehenen Ausmaß gewährleistet ist.

Darüber hinausgehende Beschlüsse sind daher nicht erforderlich.

Die Bank Austria wird jedenfalls weiterhin alles daransetzen, im Interesse ihrer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter den bestmöglichen wirtschaftlichen Erfolg unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu erzielen.

Rückfragen & Kontakt:

Bank Austria Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 711 91 DW 7007

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS