ARA: Glassammlung und Verwertung muß aufrecht erhalten werden!

Wien (OTS) - Die österreichische Sammlung und Verwertung von Glasverpackungen gilt - sowohl hinsichtlich Menge als auch Qualität -international als vorbildlich und ist Zeugnis für das Umweltbewußtsein der Österreicher. Es wäre unverantwortlich dieses System und den damit verbundenen Nutzen für die Umwelt aus Rücksicht auf Einzelinteressen aufs Spiel zu setzen, appelliert die Altstoff Recycling Austria AG an die Verhandlungspartner in der Causa AGR-Ausgleich nach dem Gespräch zwischen Umweltminister Dr. Martin Bartenstein und Betroffenen.

"Die Leistungen der Entsorger und Gemeinden müssen ordentlich erbracht und dementsprechend honoriert werden," führt Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA, die Kostenproblematik aus, die zum Ausgleich der AGR geführt hat. "Andererseits ist aber auch die österreichische Wirtschaft nur begrenzt belastbar. Deshalb gilt es, in der Sanierungsperiode einen Kompromiß zwischen Foderungen der Leistungserbringer und den der Wirtschaft zumutbaren Kosten für die Sammlung und Verwertung zu erzielen. Dieser Kompromiß könnte der Wirtschaft eine Atempause verschaffen und den Kommunen und Entsorgern zumindest einen Teil ihrer Forderungen abgelten. Gleichzeitig muß diese Lösung aber auch eine Basis für ein wirtschaftliches und kostendeckendes Arbeiten für Kommunen und Entsorger nach der Sanierungsphase bieten."

"Dafür", so Stiglitz, "setzen wir uns ein. Entgeltforderungen, die keine Kostenrechtfertigung erkennen lassen, lehnen wir jedoch ab. Die Wirtschaft müsse, meint ARA-Vorstand Stiglitz, vor allem bei Festlegung des Altglaspreises, der die Finanzierung der Glassammlung wesentlich beeinflußt, bis zur Grenze des wirtschaftlich Machbaren gehen. Österreich könne es sich aber andererseits auch nicht leisten, seiner Wirtschaft den höchsten Altglas-Sammeltarif Europas aufzubürden. Deshalb müsse unbedingt auch kostenseitig optimiert werden.

"Wir werden unsererseits alles daransetzen, zusätzliche Einnahmen durch Akquisition neuer Marktteilnehmer und Kontrolle von Trittbrettfahrern zu erzielen. Bei der Überprüfung von Trittbrettfahrern rechnen wir aber auch stark mit der Unterstützung durch das Umweltministerium, das sich mit der neuen Verpackungsverordnung selbst den Auftrag dazu gegeben hat."

"Ein Nicht-Zustandekommen des AGR-Ausgleichs wäre ökonomisch und ökologisch ein Unfug: Vermögen, das Kommunen und Entsorgern zusteht, würde vollständig vernichtet werden, die Finanzierung der Glassammlung würde dann auf unsicheren Beinen stehen. Und die Vorstellung, daß Altglas wieder in den Restmüll gelangen könnte, widerstrebt dem gesunden (Umwelt)-Hausverstand."

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