Promillegrenze im Strassenverkehr senken!

Wien (OTS) - Das KfV appelliert eindringlich an die Nationalratsabgeordneten, positiv für die 0,5 Promillegrenze zu stimmen. Die diskutierte Regelung, Alkoholwerte zwischen 0,5 und 0,8 Promille nur mit Geldstrafen zu sanktionieren, würde jedoch die positive Wirkung erheblich beeinträchtigen. Die durch die Senkung des Alkohollimits erwartete Reduktion von 30 Toten ist nur zu erreichen, wenn ab 0,5 Promille der Führerschein entzogen und die Strafhöhen lückenlos übertragen werden.

Die Überreste des "Verkehrssicherheitspakets" verdienen diesen Namen nicht mehr: "Allein der Verzicht auf den Punkteführerschein bedeutet rund 50 Tote pro Jahr mehr, obwohl wir in Österreich noch immer nahezu doppelt so viele Verkehrstote haben als Vorbildländer wie Großbritannien, Holland oder Schweden", so KfV-Direktor Franz Bogner.

Maßnahmen wie die Herabsetzung der Moped-Altersgrenze auf 15 Jahre oder die Zulassung von Leichtmotorrädern mit B-Führerschein bedeuten einen wesentlichen Rückschritt für die Verkehrssicherheit und können zu einer zusätzlichen Steigerung der Unfallzahlen beitragen."

Insgesamt mußten 23 Todesopfer in der Woche vom 26. Mai bis 1. Juni 1997 auf Österreichs Straßen verzeichnet werden. Hauptunfallursachen waren nicht angepaßte Geschwindigkeit (12), Überholen (2), Vorrangverletzung (1), Unachtsamkeit (1), Abstandfehler (1), und Sonstiges (3). Zweimal war Alkohol mit im Spiel, sechs Personen waren nicht angegurtet.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM für Inneres (OTS0079)

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