Spanienhandel im Aufwind: Binnenmarkt-Effekt wirkt sich aus

Österreichisch-spanisches Wirtschaftsforum in Madrid über Zusammenarbeit in Osteuropa und Lateinamerika

Wien (PWK) - Die Teilnahme Österreichs am EU-Binnenmarkt hat dem Handel mit Spanien einen regelrechten Schub verliehen, meldet der Handelsdelegierte in Madrid, Walter Resl. Im Vorjahr sind die österreichischen Lieferungen um 12 Prozent auf 13,5 Mrd S angewachsen, die Einfuhren um 15 Prozent auf 10 Mrd S. Die Warenpalette der österreichischen Entsendungen sei wesentlich breiter geworden. Auffallend sei die Zunahme kleinerer Geschäftsfälle, vor allem im Bekleidungs- und Textilbereich sowie das Engagement neuer Firmen (darunter viele kleinere und mittlere Betriebe) auf dem spanischen Markt, stellt Resl fest. ****

Rund ein Drittel der österreichischen Lieferungen entfällt nach wie vor auf Motoren für das General-Motors-Werk in Spanien. Bei den restlichen Positionen ist aber Bewegung eingetreten, bemerkt Resl. Durch die Abwertung der Peseta in den Jahren 1992-1994 wurde eine Reihe österreichischer Waren vom spanischen Markt verdrängt. Seit dem EU-Beitritt haben neue Produktgruppen Absatzchancen in Spanien, insbesondere Nahrungsmittel, die bereits beachtliche Erfolge erzielt haben. Resl: "Spanien, das selbst über eine hoch entwickelte Nahrungsmittelproduktion verfügt, ist für Qualitätserzeugnisse und Spezialitäten sehr aufnahmefähig".

Besondere Nachfrage herrscht derzeit in Spanien für technologieintensive Produkte und Verfahren für Umweltschutz und Energieeinsparung. Für Investitionsgüter, die in letzer Zeit unter dem ungünstigen Investitionsklima in Spaninen gelitten haben, prophezeit Resl im Hinblick auf den sich abzeichnenden Wirtschaftsaufschwung wieder bessere Aussichten.

Daß auch die spanischen Unternehmer Österreich als attraktiven Markt entdecken, geht aus dem starken Anstieg der Lieferungen von spanischem Obst und Gemüse aber auch von PKWs hervor. PKWs stellen etwa ein Drittel der österreichischen Einfuhren aus Spanien dar. (Spanien hat nach Deutschland und Frankreich die höchste Automobilproduktion Europas).

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Dr. Wilhelm Galathovics

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